Eine Frau aus Günzburg traute am Sonntagabend ihren Augen nicht. Als sie nach einem längeren Urlaub in ihre Wohnung kam, hatte sich eine ganze Schar von Fledermäusen bei ihr eingenistet.
Von Mitte August bis Mitte September kann es vorkommen, dass Fledermäuse in Wohnungen einfliegen. Das ist kein Grund zur Panik, so der Naturschutzbund Deutschland (NABU). Die Tiere haben keine blutrünstigen Absichten, sondern verirren sich lediglich auf der Suche nach neuen Quartieren.
Durch gekipptes Fenster eingeflogen
Die Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses entdeckte die unliebsamen Gäste nach einem längeren Urlaubsaufenthalt in ihrer Wohnung. Rund 30 Fledermäuse, darunter auch frisch geborene, befanden sich laut Polizei in der Wohnung der Frau. Grund war offenbar ein gekipptes Fenster, durch das die Tiere eingeflogen sind. Die Frau verständigte das Tierheim, die die Tiere letztlich in einem Wandschrank ins Freie bringen konnten.
Tipp vom NABU
Fledermäuse, die sich in Wohnungen verirren, fliegen in der Abenddämmerung in der Regel von alleine wieder hinaus, wenn man die Fenster weit öffnet und die Vorhänge beiseite zieht. Von den Fledermausarten, die in Deutschland vorkommen, neigt beispielsweise die Zwergfledermaus dazu, in Zimmer zu fliegen. Mit zusammengefalteten Flügeln ist sie kleiner als ein Daumen und so leicht wie zwei Stück Würfelzucker.
Meist sind es unerfahrene Jungtiere, die auf der Suche nach einem geeigneten Quartier durch gekippte Fenster in die Wohnungen gelangen. Findet man tagsüber Fledermäuse in der Wohnung, sollte man am kommenden Abend die Fenster weit öffnen und beobachten, ob die Fledermäuse von alleine den Weg hinausfinden. Mehr Infos unter: nabu.de
(Quelle: Polizeipräsidium Schwaben Süd/West)