Am Schlosshorn entsteht mit einem Fledermausbeet ein wertvoller Lebensraum für Fledermäuse und zahlreiche weitere Tierarten. Das gemeinsame Projekt setzt auf naturnahe Bepflanzung und langfristige Pflege.
Natur- und Klimaschutz lässt sich oft mit einfachen Maßnahmen fördern. Ein Beispiel dafür ist das Fledermausbeet am Schlosshorn, das im Herbst 2024 angelegt wurde. Der gezielt ausgewählte Pflanzenmix lockt verschiedene nachtaktive Insekten an und verbessert so das Nahrungsangebot für Fledermäuse.
Gemeinschaftsprojekt für mehr Artenvielfalt
Die Idee für das naturnah gestaltete Beet stammt vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Gemeinsam mit der Abteilung Stadtgrün und Friedhöfe des Amtes für Stadtplanung und Umwelt wurde das Projekt umgesetzt.
Die Mitarbeitenden der Abteilung bereiteten das Beet vor und stellten die Stauden bereit. Anschließend erfolgte die Bepflanzung gemeinsam mit engagierten Helferinnen und Helfern des BUND. Karin Seuster vom BUND stellte dafür eine gezielte Pflanzenauswahl zusammen. Gepflanzt wurden unter anderem nachtblühende und duftende Arten wie die Nachtviole, die Nachtfalter anziehen und damit das Nahrungsangebot für Fledermäuse verbessern.
Zusätzliche Lebensräume für Tiere
Das Fledermausbeet bietet nicht nur Fledermäusen einen Mehrwert. Ergänzend wurden Trockensteinmauern als Lebensraum für Eidechsen, Sandinseln für Wildbienen sowie Totholz als Rückzugsort für holzbewohnende Insekten angelegt.
Pflege sichert den langfristigen Erfolg
Seit der Pflanzung übernimmt der BUND die regelmäßige Pflege des Beets. Mehrmals im Jahr werden Unkraut entfernt, Pflanzen zurückgeschnitten und bei Bedarf neue Stauden gesetzt.
Viele Pflanzen haben sich inzwischen gut entwickelt. Einige fielen jedoch der Trockenheit und den hohen Temperaturen zum Opfer. Für die Nachpflanzung wählte Karin Seuster erneut geeignete Arten aus, die von der Abteilung Stadtgrün und Friedhöfe bestellt und anschließend gemeinsam mit dem BUND eingesetzt wurden.
Das Fledermausbeet am Schlosshorn zeigt, wie durch die Zusammenarbeit des BUND, der Abteilung Stadtgrün und Friedhöfe sowie der Städtischen Baubetriebe ein ökologisch wertvoller Lebensraum geschaffen und dauerhaft erhalten werden kann.
(Quelle: Stadt Friedrichshafen)