Lebensgefährliches Hobby: Roofer klettern aufs Ulmer Münster

Lebensgefährlich und illegal: Am Schwörmontag wollten Roofer auf das Ulmer Münster klettern.
Lebensgefährlich und illegal: Am Schwörmontag wollten Roofer auf das Ulmer Münster klettern. (Symbolbild: pixabay)

Immer wieder kommt es vor, dass Kletterer das Ulmer Münster bezwingen wollen. In der Szene werden sie Roofer genannt. Ihre Motivation: Je höher, desto größer der Nervenkitzel und je faszinierender die Aufnahmen. Am Schwörmontag erwischte die Polizei zwei 19-Jährige dabei, wie sie auf die höchste Kirche der Welt (161 m) klettern wollten.

Ein Zeuge rief in den frühen Morgenstunden die Polizei an, weil er auf dem Münster Personen entdeckte. Die Polizei kam und entdeckte zwei Männer auf dem südlichen Turm. Nachdem die beiden hinabgestiegen waren nahmen die Beamten die 19-Jährigen vorläufig fest. Die jungen Männer müssen sich wegen Hausfriedensbruch verantworten.

Unter Lebensgefahr Klicks sammeln

Beim sogenannten „Roofing“ klettern meist Jugendliche ohne Sicherung auf hohe Bauwerke oder Gebäude, um sich dort zu fotografieren oder zu filmen. Dabei gilt: Je höher, desto größer der Nervenkitzel und je faszinierender die Aufnahmen, umso mehr Likes und Klicks auf den Sozialen Medien.

Laut Polizei ist dieses Verhalten extrem gefährlich, denn immer wieder sterben dabei Menschen. Die Wahrscheinlichkeit, einen Sturz beim Roofing zu überleben ist vergleichsweise gering, denn ein Rooftopper fällt fast immer ungebremst auf den Boden. Darüber hinaus stellt diese Tätigkeit auch eine Straftat dar: Werden die Rooftopper erwischt, kann auf sie eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch bzw. Sachbeschädigung zukommen.

(Quelle: Polizeipräsidium Ulm)