In Memmingen entsteht ein hochmodernes Klinikum für rund 470 Millionen Euro. Der hochmoderne Gesundheitscampus entsteht auf einer rund 7,7 Hektar großen Fläche. Von dem Klinikneubau könnten auch Menschen aus Oberschwaben profitieren.
Der offizielle Spatenstich mit 120 geladenen Gästen war am Montag, heißt es in einer Mitteilung. „Dieses Neubauprojekt hat eine enorme Strahlkraft auch über die Region hinaus“, betonte Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder. „Wir wollen Spitzenmedizin in ganz Bayern, nicht nur in den großen Ballungszentren, und dieses Mammutprojekt bietet eine Riesenchance dafür.“
Gesundheitscampus an der Schnittstelle der Autobahnen A7 und A96
Am Memminger Autobahnkreuz werden auf einem rund 7,7 Hektar großen Areal zwei moderne Bauten für das Klinikum Memmingen und die Bezirkskliniken Schwaben entstehen. Der Neubau soll in den kommenden Jahren das bestehende Gebäude aus den 1950er-Jahren an der Bismarckstraße ablösen und eine moderne Patientenversorgung ermöglichen, so BR 24.
Die Baukosten für das neue Klinikum werden derzeit auf rund 468 Millionen Euro geschätzt, die Kosten für den Bau des Bezirkskrankenhauses (BKH) auf rund 48,8 Millionen Euro. Über 300 Mio. Euro wird der Freistaat Bayern tragen. Der Anteil der Stadt Memmingen liegt bei rund 145 Mio. Euro.
„Mit diesem gigantischen Projekt schaffen wir die besten Voraussetzungen für eine zukunftssichere medizinische Versorgung unserer Region“, unterstrich Memmingens Oberbürgermeister Jan Rothenbacher und betonte unter anderem die günstige Lage des künftigen Gesundheitscampus an der Schnittstelle der Autobahnen A7 und A96.
Für die gesamte Region
„Dieses Neubauprojekt unterstreicht die absolute Bedarfsnotwendigkeit der Memminger Krankenhäuser, nicht nur für Memmingen, sondern für die gesamte Region“, so Maximilian Mai, Vorstand des Klinikums Memmingen.
Ausgeführt werden sollen auf einer knapp 35.000 Quadratmeter großen Nutzfläche 480 stationäre sowie neun teilstationäre Betten in zeitgemäßen Ein- und Zweibettzimmern, außerdem soll es effizient geplante Bereiche für OP, Intensivstation, Funktionsbereiche und Ambulanzen geben – verteilt auf sechs Ebenen. Auf dem Dach der Klinik wird ein Hubschrauberlandeplatz gebaut.
Auch eine Pandemiestation mit 28 Betten ist geplant, die über einen separaten Zugang mit eigenem Aufzug verfügen soll. Miteingeplant in den modernen Neubauentwurf sind auch bereits vorhandene Pufferflächen, falls zukünftig beispielsweise die Operationssäle oder andere Funktionsräume erweitert werden müssen.
Voraussichtliche Inbetriebnahme im Jahr 2029
Derzeit gehen die Bauherren davon aus, dass mit dem Rohbau im Frühjahr 2025 begonnen werden kann, so dass das neue Klinikum und das BKH wie geplant 2029 in Betrieb genommen werden können. Das Bezirkskrankenhaus wird am neuen Standort seine stationären Betten von 44 auf 66 erhöhen und auch die tagesklinischen Plätze aufstocken.
(Quelle: Stadt Memmingen)