Hiobsbotschaft für rund 1.000 Angestellte: Großbäckerei stellt Insolvenzantrag

Hiobsbotschaft für rund 1.000 Angestellte: Großbäckerei stellt Insolvenzantrag
Mit ein Grund für die Krise sollen die extrem gestiegenen Produktionskosten sein // Symbolbild. (Bild: Pixabay)

Die Hechinger Traditions-Großbäckerei Sternenbäck (Zollernalbkreis) steckt in der Krise und ist zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren pleite. In Baden-Württemberg gibt es 34 Filialen.

Die Gruppe sehe sich „derzeit mit einer Reihe von Herausforderungen und insbesondere signifikanten Veränderungen der Rahmenbedingungen konfrontiert“, heißt es seitens des Unternehmens in einer Pressemitteilung. 

Gestiegene Rohstoffpreise und hohe Personalkosten

Ein sich rapide wandelndes Marktumfeld in Verbindung mit einer extremen Steigung der Produktionskosten in Deutschland – speziell Rohstoff-, Energie- und Personalkosten -, haben zuletzt die Wettbewerbsfähigkeit derart nachhaltig verschlechtert, dass keine Alternativen zu einer gerichtlichen Sanierung mehr bestanden.

Vor dem ersten Sanierungsverfahren wurden 215 Filialen bundesweit betrieben. Aktuell soll der Geschäftsbetrieb mit seinen drei Produktionsstandorten und den verbliebenden 123 Filialen in fünf Bundesländern fortgeführt werden.

Ein Investor wird gesucht

In Baden-Württemberg gibt es 34 Verkaufsstellen – unter anderem in Gammertingen, Münsingen, Rottenburg, Sigmaringen, Radolfszell, Tuttlingen, Konstanz, Villingen-Schwenningen, Pfullendorf…

Das Insolvenzverfahren bietet die Chance, die Sternenbäck-Gruppe neu auf die Anforderungen des Marktes auszurichten und ein Sanierungskonzept zu erarbeiten. Ein Investor wird gesucht. Das Unternehmen wurde im Jahr 1766 gegründet.

(Quelle: Sternenbäck)