Nachhaltigkeit im Mittelpunkt Dankbar sein statt verschwenden: Die Botschaft des Erntedankfestes

Dankbar sein statt verschwenden: Die Botschaft des Erntedankfestes
Ein kunstvoll geschmückter Altar mit Obst, Gemüse, Brot und Feldfrüchten macht die Botschaft des Erntedankfestes sichtbar: Dankbarkeit und Verantwortung. (Symbolbild: picture alliance / KNA | Harald Oppitz)

Wenn der Altar in der Kirche kunstvoll mit Obst, Gemüse, Getreide, Kürbissen und großen Brotlaiben geschmückt wird, ist Erntedankfest. Für viele Menschen ein Grund, sich zu besinnen und danken – für die Fülle der Natur, für die Arbeit der Menschen und für die Gemeinschaft, die uns trägt.

Wenn die Felder leerer werden, soll das Erntedankfest, das bei uns traditionell am ersten Sonntag im Oktober – in diesem Jahr am 5. Oktober 2025 – gefeiert wird, daran erinnern, dass Nahrung und Wohlstand ein Geschenk sind. Nicht überall auf der Welt ist es selbstverständlich, dass der Tisch zu Hause und die Regale in den Supermärkten prall gefüllt sind.

Dank soll sichtbar gemacht werden

Seit Jahrhunderten danken Menschen zu Beginn des Herbstes für eine gute Ernte und für die Arbeit, die hinter jedem Stück Brot, Obst oder Gemüse steckt. Mit bunten Gottesdiensten, geschmückten Altären, Umzügen oder Festen in Vereinen und Gemeinden wird dieser Dank sichtbar und erlebbar.

Zunehmend bekommt Erntedank aber auch eine neue Dimension. Themen wie Klimaschutz, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit stehen heute stärker denn je im Vordergrund. Viele Gemeinden greifen dies in ihren Feiern auf, etwa durch Aktionen gegen Lebensmittelverschwendung oder Initiativen für regionale Produkte. Der Gedanke: Was wir haben, ist kostbar – und wir tragen Verantwortung, sorgsam damit umzugehen. Denn eines ist sicher: Bei all der Vielfalt und Selbstverständlichkeit vergessen wir oft, dass auch die Bewahrung der Schöpfung eine wichtige Aufgabe ist.

Ein Beispiel dafür ist das Kreiserntedankfest mit Aktion Minibrot, das am Sonntag, 28. September 2025, um 10:00 Uhr in der Bussenkirche in Offingen (88524) gefeiert wird. Die Bussengruppe des Verbands Katholisches Landvolk e.V., der Bauernverband Biberach-Sigmaringen und der Landfrauenverband laden gemeinsam dazu ein.

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Der Gottesdienst wird vom Kirchenchor Offingen sowie der Musikkapelle Offingen musikalisch gestaltet, Zelebrant ist Pater Alfred Tönnis. Seit vielen Jahren unterstützt das Katholische Landvolk mit der „Aktion Minibrot“ kleinbäuerliche Betriebe in Argentinien und Uganda. Nach dem Gottesdienst werden gesegnete Minibrote gegen eine Spende abgegeben. Im Anschluss findet gegen 11:30 Uhr im Gasthaus Adler in Offingen ein gemeinsames Mittagessen mit einem Vortrag von Dr. Claudia Warken, stellvertretende Landrätin, zum Thema „Die große Herausforderung: Bewahrung der Schöpfung“ statt.

Innehalten und nachdenken

Erntedank ist viel mehr als ein traditionsreiches Ritual. Es ist eine Einladung, innezuhalten und sich bewusst zu machen, wie wertvoll die Gaben der Natur sind. In einer Zeit, in der Lebensmittel im Überfluss verfügbar scheinen und vieles im Alltag selbstverständlich wirkt, rückt das Fest ins Gedächtnis, dass Nahrung nicht einfach im Supermarkt „entsteht“, sondern Ergebnis harter Arbeit von Landwirten, Gärtnern und vielen helfenden Händen ist.

Mit der Bitte des Vaterunsers „Unser tägliches Brot gib uns heute“ besinnen sich die Menschen im Erntedank-Gottesdienst darauf, dass es nicht selbstverständlich ist, genügend Essen zu haben und weisen auf Hungersnöte in der Welt hin.

Richtiger Umgang mit Lebensmitteln ist wichtig

Immer öfters nehmen auch Schulen und Kindergärten zum Anlass, Kindern den Wert von gesunder Ernährung, regionalen Lebensmitteln und einem bewussten Konsum zu vermitteln. So wächst mit jeder Generation das Verständnis, dass der Umgang mit der Natur untrennbar mit der Zukunft unseres Planeten verbunden ist.

Erntedank soll auch ein Anstoß sein, über unsere Zukunft und den Umgang mit den Lebensmitteln nachzudenken, denn in privaten Haushalten werden jährlich pro Kopf rund 80 Kilogramm Lebensmittel, die man noch essen könnte, in die Tonne geschmissen, so Lebensmittel-Experte Guido Ritter von der Fachhochschule Münster. In Deutschland werden am häufigsten Obst und Gemüse weggeworfen. „Lebensmittelabfall vermeiden fängt bei der Planung des Einkaufs an“.

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.