Ärgerlich für Italien-Reisende: Straßensperren in Tirol

Ärgerlich für Italien-Reisende: Straßensperren in Tirol
Die Sperren betreffen anders als im Vorjahr nicht nur die Sommerzeit, sondern haben bereits im Mai begonnen. (Bild: Pixabay)

WOCHENBLATT

Urlauber auf dem Weg nach Italien müssen sich auf Straßensperren einstellen: Tirol sperrt zur Hauptreisezeit an den Wochenenden und Feiertagen bis Mitte Oktober die Stau-Ausweichrouten entlang der wichtigen Durchgangsstrecken.

Um Anwohnende vor dem erwarteten starken Reiseverkehr zu schützen, sperren die Behörden des österreichischen Bundeslandes Tirol auch im Jahr 2024 Stau-Ausweichrouten entlang wichtiger Durchgangsstrecken, heißt es vom ADAC. Dadurch soll der überregionale Reiseverkehr im Falle eines Staus auf den Hauptrouten gehalten werden. Die Sperren betreffen anders als im Vorjahr nicht nur die Sommerzeit, sondern haben bereits im Mai begonnen.

Die Maßnahmen haben bereits im Mai begonnen und gelten in der Regel bis einschließlich Sonntag, 13. Oktober, jeweils an den Wochenenden (Samstag/Sonntag) und Feiertagen von 7 bis 19 Uhr, sowie am Donnerstag, 3. Oktober (Feiertag in Deutschland). In den Bezirken Reutte und Kufstein gibt es Ausnahmen im Juni.

Im Bezirk Reutte und bei Nassereith (Fernpass-Route)

  • L288 Pinswanger Straße
  • L69 Reuttener Straße
  • L288-0-A1 Abfahrtsrampe Fernpassstraße nach Wiesbichl
  • L355 Heiterwanger-See-Straße
  • Ortsdurchfahrt Nassereith, wenn das Fahrtziel in Deutschland liegt

Im Raum Kufstein (Inntal-Autobahn)

  • L211 Unterinntal Straße
  • L295 Buchberger Straße
  • Gemeindestraße Endach/Kufstein
  • Alte Erlerstraße

Im Großraum Innsbruck

  • Seefelder Straße B177
  • B171a Tiroler Straße
  • Abfahrt B177 in Richtung Ortszentrum Zirl
  • L9 Mittelgebirgsstraße/L32 Aldranser Straße
  • L11 Völser Straße
  • L13 Sellraintal Straße
  • L38 Ellbögener Straße
  • L283 Ampasser Straße
  • L394 Axamer Straße
  • Gemeindestraße Nösslach (bei Gries am Brenner)
  • Gemeindestraße Rothenbrunn

Flexibler Einsatz von Dosierampeln

Zudem werden bei Bedarf in den oben genannten Bereichen Reutte, Kufstein und Innsbruck auch Dosierampeln eingesetzt. Betroffen ist seit diesem Jahr auch die B181 bei Achenkirch (Achenpass).

Überwachung durch die Polizei – hohe Geldstrafen drohen

Die Fahrverbote in Tirol werden von den Behörden in die Navigationsgeräte eingespielt. Dadurch werden die gesperrten Strecken bei einem Stau erst gar nicht als Alternativrouten angegeben.

Zusätzlich werden die Sperren vor Ort von der Polizei und privaten Sicherheitsdiensten überwacht. Wer sich den Anordnungen der Beamten widersetzt, muss mit hohen Geldstrafen rechnen.

Urlauber vor Ort nicht betroffen

Von den Sperren nicht betroffen sind Urlauber und Reisende vor Ort. Wer seine Ferien in den genannten Regionen verbringt oder dort Freunde und Verwandte besuchen will, darf die für den Ausweichverkehr gesperrten Strecken auch weiterhin befahren.

Wichtig: Im Falle einer Kontrolle muss man dies den österreichischen Beamten gegenüber glaubhaft machen können. Hilfreich sind dabei z.B. Buchungsbestätigungen oder genaue Angaben zum Ziel der Fahrt.

Der ADAC empfiehlt allerdings grundsätzlich, bei Stau auf der Autobahn bzw. Hauptroute zu bleiben und nicht auf Ausweichrouten auszuweichen, denn diese sind dann auch schnell verstopft.

(Pressemitteilung: ADAC)