Fundfahrräder werden flottgemacht

Fundfahrräder werden flottgemacht
Ulrich Baum und seine ehrenamtlichen Helfer reparieren alte Fundräder und machen sie wieder verkehrssicher. (Bild: Stadt Friedrichshafen)
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Redaktion

Friedrichshafen – Die Fahrradwerkstatt Asyl in der Ailinger Straße macht Fundfahrräder, die von ihren Eigentümern nicht abgeholt wurden, wieder flott. Meist sind die Fundfahrräder nicht mehr verkehrstüchtig. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer reparieren die Räder und geben diese an geflüchtete Menschen ab. Auch die geflüchteten Menschen aus der Ukraine können dort Fahrräder abholen, um mobil zu sein.

Ulrich Baum und seine ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer haben schon viele Fahrräder wieder gangbar gemacht. Jedes Fahrrad wird geprüft und entweder repariert oder in seine Einzelteile zerlegt, die dann wiederverwendet werden können.

Erst wenn die Räder auf ihre Verkehrstüchtigkeit geprüft sind und Kette, Beleuchtung, Bremsen oder Gangschaltung wieder ausreichend funktionieren, werden sie weitergegeben.

„Im Fahrradkeller der Stadt fristen viele Fundfahrräder ein vergessenes Leben. Sie werden nicht abgeholt und können nach der Aufbewahrungsfrist beispielsweise versteigert werden. Darauf verzichten wir seit Jahren und führen die Fahrräder einem guten Zweck zu“, erklärt Petra Schömer, stellvertretende Amtsleiterin im Amt für Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung.

Deshalb hat das städtische Amt für Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung diese Räder an die Fahrradwerkstatt Asyl übergeben. Dort werden sie auf Vordermann gebracht und dann an geflüchtete Menschen weitergegeben.

„Üblicherweise reparieren wir die Räder gemeinsam mit den Flüchtlingen. Seit Beginn der Corona-Pandemie mit Abstandsregeln und Masken haben wir darauf verzichtet und die Fahrräder selbst repariert. Die entscheidende Probefahrt müssen die Flüchtlinge aber selbst machen“, erklärt Ulrich Baum von der Fahrradwerkstatt.

Immer dienstags von 14.30 bis 16 Uhr und mittwochs von 17 bis 19 Uhr öffnet sich das Garagentor der Werkstatt in der Ailinger Straße 10 und die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer machen sich an die Arbeit, um aus alten und defekten Rädern, neue verkehrssichere Fahrräder zu machen. Damit sind die Menschen wieder mobil sind und können ohne fremde Hilfe von Ort zu Ort kommen.

Die Fahrradwerkstatt Asyl mit den Helferinnen und Helfern aus Friedrichshafen und Umgebung ist dem Helferkreis St. Columban angeschlossen. Wer Lust hat, in der Fahrradwerkstatt Asyl mitzumachen, kann sich jederzeit bei Ulrich Baum und seinem Team in der Werkstatt in der Ailinger Straße 10 melden. Helfende Hände sind jederzeit willkommen.

(Pressemitteilung: Stadt Friedrichshafen)