Fünf Wangener Ortschaften zu „Staatlich anerkannten Erholungsorten“ ernannt

Fünf Wangener Ortschaften zu „Staatlich anerkannten Erholungsorten“ ernannt
Als letzte Station bei der Besichtigungstour des Fachausschusses stand Leupolz auf dem Programm (Bild: Susanne Müller)
WOCHENBLATT
Redaktion

Wangen (sum/bu) – Die Wangener Ortschaften Neuravensburg, Schomburg, Niederwangen, Karsee und Leupolz dürfen sich seit vergangenen Donnerstag „Staatlich anerkannte Erholungsorte“ nennen. Dieses Prädikat verlieh ihnen jetzt der Fachausschuss für die Anerkennung von Luftkurorten und Erholungsorten beim Regierungspräsidium Tübingen (RP) mit Regierungspräsident Klaus Tappeser an der Spitze.

Dem Fachausschuss gehören Vertreter und Vertreterinnen des RP, des Tourismusverbandes Baden-Württemberg, des Hotel- und Gaststättenverbandes, des Städtetags, des Gemeindetags, des Landesnaturschutzverbandes und des Deutschen Wetterdienstes an. Der Ausschuss besuchte die fünf Ortschaften in einem eng getakteten Zeitplan und ließ sich zeigen, was die Orte jeweils touristisch zu bieten haben.

Die Schilderungen der jeweils der örtlichen Gemeinschaft und des ebenso eigenen Charakters jedes Dorfes durch die Ortsvorsteher und die Ortsvorsteherin kamen besonders gut an. Zu den, im Fachjargon genannten points of interest, die Gäste und Urlauber in den jeweiligen Ortschaften erwartet und die dem Fachausschuss vorgestellt wurden, gehört die Burgruine Neuravensburg, das Museums-Schaudepot in Primisweiler, der Kapellenberg in Niederwangen, der Skulpturenweg in und am Karsee sowie in Leupolz der Kirchberg mit seinen Attraktionen und das Museum für ländliches Kulturgut im Dorfstadel.

Der Fachausschuss durfte im Leupolzer Dorfstadel die Schulbank wie annodazumal drücken
Der Fachausschuss durfte im Leupolzer Dorfstadel die Schulbank wie annodazumal drücken (Bild: Susanne Müller)

Paul Weber führte die Gruppe in wenigen Minuten durch die Sammlung bis hinauf in den vierten Stock. Übrigens erzählte Regierungspräsident Klaus Tappeser, dass er als Kind mit seinen Eltern immer den Urlaub in einem Gasthof in Karsee verbracht habe und viele Kindheitserinnerungen damit verbindet.

Dem Besuch aus Tübingen waren mehrjährige Vorarbeiten durch Gästeamtsleiterin Belinda Unger vorausgegangen. Sie war bei der letzten Überprüfung der Prädikatisierung Wangens und Deuchelrieds zu Luftkurorten vor fünf Jahren vom Deutschen Wetterdienst darauf aufmerksam gemacht worden, dass es doch schön wäre, wenn alle anderen Wangener  Ortschaften auch prädikatisiert werden könnten. Und so stürzte sie sich in die Arbeit, nahm die Ortsverwaltungen zu Hilfe und sammelte mit und bei ihnen viele Daten ein, die anschließend ebenfalls in vielen Formularen ihren Niederschlag fanden. Neben anderen Dingen wurde beispielsweise auch die Qualität der Luft gemessen und der Verkehr gezählt.

Oberbürgermeister Michael Lang freute sich sehr über die Entscheidung. „Es gibt in den Ortschaften mehr Touristisches als man in der Stadt oft weiß“, sagte OB Lang, der die Gruppe bei der Rundfahrt begleitet hatte und u. a. als „Reiseleiter“ fungierte. Und Belinda Unger sagte mit Stolz und Erleichterung: „Das ist ein schönes Zeichen für unsere Ortschaften, die wir ja immer auch mitnehmen wollen. Ich freue mich sehr!“ Text: Susanne Müller und Belinda Unger

(Pressemitteilung: Susanne Müller und Belinda Unger/Stadt Wangen)