Freiburger Forscher mit Deutschem Krebspreis 2021 ausgezeichnet

Freiburger Forscher mit Deutschem Krebspreis 2021 ausgezeichnet
Prof. Dr. Robert Zeiser (Bild: privat)
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Redaktion

Für seine herausragende Arbeit in der Krebsmedizin erhält Prof. Dr. Robert Zeiser, Leiter der Abteilung für Tumorimmunologie und Immunregulation der Klinik für Innere Medizin I am Universitätsklinikum Freiburg gemeinsam mit Prof. Dr. Nikolas von Bubnoff der Universität Lübeck den Deutschen Krebspreis 2021 in der Sparte Translationale Forschung. Das gab die Deutsche Krebsgesellschaft am 3. Februar 2021 bekannt, die den Preis gemeinsam mit der Deutschen Krebsstiftung verleiht. Gewürdigt wird Zeisers und von Bubnoffs Forschung, die wesentlich dazu beiträgt, dass schwere Komplikationen nach einer Stammzelltransplantation besser kontrolliert werden können. Die Preisverleihung findet im Sommer statt.

„Der Krebspreis ist eine großartige Anerkennung für unsere Forschung. Die von uns entwickelte Therapie macht Stammzelltransplantationen sicherer. Wir hoffen deshalb, dass die Zulassung in Europa schon bald erfolgt“, sagt Zeiser.

Wenn der Retter zum Feind wird

Für einen Großteil der an einer akuten Leukämie Erkrankten ist eine allogene Blutstammzelltransplantation die einzige Heilungschance. Die Betroffenen erhalten dann Blutstammzellen‎ von einem anderen Menschen. Doch nach der Transplantation tritt bei etwa jedem Zweiten eine lebensgefährliche Immunreaktion auf, die sogenannte Graft-versus-Host-Disease (GvHD). Dabei erkennen die transplantierten Immun-T-Zellen das Darm-, Haut- und Lebergewebe des Empfängers als fremd und schädigen es. Etwa die Hälfte der GvHD-Patienten sprechen auf gängige immunsuppressive Therapien, etwa mit Cortison, nicht an.

Auch diesen Patienten steht jetzt dank der Arbeit von Zeiser und von Bubnoff eine wirksame Behandlungsoption zur Verfügung.

UNI Freiburg