Erneute Auszeichnung: Friedrichshafen ist und bleibt „Fairtrade-Town“

Erneute Auszeichnung: Friedrichshafen ist und bleibt „Fairtrade-Town“
Gruppenbild mit Häfler Fairtrade-Akteuren: Tobias Meyer-Landrut (Zukunftsbüro der Zeppelin Universität), Matthias Eckmann (studentischer Vizepräsident der Zeppelin Universität), Margret Halder (Verein Eine Welt Friedrichshafen), Jürgen Schock (Stadt Friedrichshafen, Abteilung Landschaftsplanung und Umwelt), Sr. Christa-Maria Günther, (Mädchen- und Jungenrealschule St. Elisabeth), Danijela Palo¹ (Fairtrade AG der Gemeinschaftsschule Schreienesch), Barbara Wagner (Bildungsreferentin, Verein Eine Welt Friedrichshafen), Erster Bürgermeister Fabian Müller (Stadt Friedrichshafen), Simone Kegelmann (Eine-Welt-Regionalpromoterin), Sabine Bold und Peter Rothe (v2o bio bistro und greenbox Bioladen & Bistro). (Bild: Stadt Friedrichshafen)
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Redaktion

Friedrichshafen (wb/dab)– Alle zwei Jahre gilt es für die Stadt zu beweisen, dass sie weiterhin guten Grund hat, sich als eine Stadt des Fairen Handels zu bezeichnen. Das ist ihr auch 2021 wieder gelungen: Der Verein TransFair, der den Titel verleiht, hat die Urkunde „Fairtrade-Town“ erneut verliehen und bestätigt, dass alle Kriterien, die für das Führen dieses Titels notwendig sind, von Friedrichshafen wiederum erfüllt wurden.

Bei der offiziellen Verleihung am 7. Oktober 2021 betonte Erster Bürgermeister Fabian Müller: „Friedrichshafen wurde im September 2015 erstmals als Fairtrade-Stadt zertifiziert. 2017 folgte die erste Titelerneuerung, heute können wir bereits die vierte Auszeichnung als Stadt des Fairen Handels feiern.“ Für ihn ist die erneute Titelverleihung auch eine kommunalpolitische Erfolgsgeschichte, weil Gemeinderat und Verwaltung die Aufgabe von Anfang an mit Schwung unterstützen und begleiten. „Aber es sind eben auch die vielen engagierten Menschen vor Ort, die zum Erfolg beitragen: Allen voran der Verein Eine Welt e. V. und der von ihm betriebene Weltladen, die vielen Einzelhändler und Gastronomen, die Fairtrade-Produkte verkaufen oder servieren und die Schulen, Kirchengemeinden, Vereine sowie die Medien, die immer wieder über deren Aktivitäten berichten.“

Gerade im Bereich der Schulen nimmt Friedrichshafen im Vergleich mit anderen Fairtrade-Städten einen Spitzenplatz ein. Bereits fünf Schulen sind als Fairtrade-Schools zertifiziert: Mädchen- und Jungenrealschule St. Elisabeth, Gemeinschaftsschule Schreienesch, Graf-Zeppelin-Gymnasium, Droste-Hülshoff-Schule und Claude-Dornier-Schule. Auch an der Bodenseeschule St. Martin gibt es Fairtrade-Aktivitäten, allerdings keine Zertifizierung.

Bereits seit 1998 gibt es den Friedrichshafener Agenda-Kaffee‚ Café Friederico. Der Café Friederico wird über den Weltladen des Vereins Eine Welt vertrieben, dort bezieht die Stadtverwaltung auch selbst Kaffee und Snacks zum Beispiel für Gemeinderatssitzungen, aber auch Geschenke für Jubilare. Bereits 2008 hatte der Gemeinderat den Beschluss gegen die Beschaffung von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit gefasst. „Durch ihr Engagement für den fairen Handel vor Ort nimmt die Stadt Friedrichshafen eine Vorreiterrolle ein“, heißt es in der Titelurkunde. Und weiter: „Dies setzt ein konkretes Zeichen für eine gerechtere Welt, indem Friedrichshafen dazu beiträgt, dass durch faire Handelsbeziehungen den benachteiligten Produzentengruppen im Süden zu einem verbesserten Einkommen verholfen wird.“ Mit der erneut erfolgreichen Titelverleihung darf sich die Stadt nun weitere zwei Jahre lang als „Fairtrade-Stadt“ bezeichnen.

Infos zum fairen Engagement der Stadt und der Einkaufsführer Fairer Handel sind zu finden unter www.fairtrade.friedrichshafen.de