Ein Leben zwischen Berlin und Tuttlingen: Ursula Seliger feiert 100. Geburtstag

Ein Leben zwischen Berlin und Tuttlingen: Ursula Seliger feiert 100. Geburtstag
Gratulation zum 100. Geburtstag: Ursula Seliger und OB Michael Beck. (Bild: Stadt Tuttlingen)
WOCHENBLATT
Redaktion

Tuttlingen. Ihre Kindheit verbrachte sie im weltoffenen Berlin der 1920er-Jahre, seit 50 Jahren lebt sie in Tuttlingen, am Dienstag wurde sie 100 Jahre alt. OB Michael Beck gratulierte der Jubilarin zum runden Geburtstag.

In Berlin kam sie 1922 zur Welt, die Eltern  betrieben eine gut eingeführte Bäckerei und Konditorei in Wilmersdorf. „Wenn man sich mit Ursula Seliger unterhält, erlebt man Geschichte live“, so OB Michael Beck, der der Jubilarin gratulierte. Geprägt wurde sie vom Berlin der 1920er- und frühen 1930er-Jahre – damals eine der pulsierendsten Metropolen der Welt. Und die junge Ursula Seliger erlebte als Tochter aus gutem Hause die lebendige Kulturszene und das weltoffene Großstadtleben aus nächster Nähe, bevor auch diese Welt durch den Zweiten Weltkrieg in Schutt und Asche versank.

Schon früh hatte Ursula Seliger den Führerschein gemacht – der Automobilismus und die Teilnahme an Rallyes waren über viele Jahre ihre große Leidenschaft. Bei einer Rallye lernte sie 1972 dann auch ihren zweiten Ehemann Helmuth Seliger kennen, dem sie nach Tuttlingen folgte. An der Seite des Geschäftsmanns Helmuth Seliger wurde Ursula Seliger zu einer Institution im Tuttlinger Gesellschaftsleben – vielfältig engagiert, geistreich und stets elegant. „Sie war immer eine Grande Dame – und ist es bis heute“, so OB Beck nach seinem Geburtstagsbesuch.

Helmuth Seliger starb bereits 2012. Das Gedenken an ihn ist im Stadtbild sichtbar: Zur Erinnerung an ihren Ehemann stiftete Ursula Seliger die von Hans-Jürgen Kossack geschaffene Brunnenplastik in Form einer Hand, die vor dem Gemeindehaus St. Josef ihren Platz fand.

(Pressemitteilung: Stadt Tuttlingen)