Runter mit den Werten Das Einmaleins des Blutdruck-Senkens

Das Einmaleins des Blutdruck-Senkens
Bluthochdruck ist die Volkskrankheit Nr. 1. Bis zu 30 Millionen Menschen in Deutschland sind betroffen – und merken es zum Teil nicht einmal. (Bild: picture alliance / dpa Themendienst | Robert Guenther)
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Redaktion

Diagnose Bluthochdruck – heißt es für fast jeden dritten Erwachsenen in Deutschland. Der neue Ratgeber der Stiftung Warentest zeigt auf, wie die Herz-Kreislauf-Krankheit entsteht und mit welchen natürlichen und medikamentösen Therapien man dagegen vorgehen kann. Das Ziel: Den Druck in den Gefäßen senken und Folgeerkrankungen vermeiden.

Es ist nie zu spät, mit der Bluthochdruck-Therapie zu beginnen

Schon kleine Veränderungen im Alltag können große Wirkungen haben. Wer zum Beispiel mehrmals die Woche eine halbe Stunde Rad fährt, spazieren geht oder schwimmt, senkt den Druck um bis zu 5 bis 10 mmHg ab. Und noch einmal 5 mmHg können hinzukommen, wenn man beim Essen konsequent auf eine salzärmere Ernährung achtet. Hört sich einfach an? Ist es aber im Alltag oft leider nicht.

Damit es gelingt, gibt der Ratgeber „Schluss mit Bluthochdruck” viele praktische Tipps für einen gesünderen Lebensstil: Ob mit einem Stresstagebuch, einer Ernährungsampel oder Yoga – Leser werden Schritt für Schritt begleitet, wenn es darum geht, eingefahrene Gewohnheiten zu ändern. Sind zusätzlich Medikamente nötig, bietet der Ratgeber einen Überblick über wirksame und durch die Stiftung Warentest geprüfte Medikamente. Er hilft dabei, sich auf eine medikamentöse Behandlung einzustellen – dank Checklisten zur Einnahme der Medikamente und zu Vor- und Nachteilen der einzelnen Wirkstoffe. Das Autorenteam möchte dabei unterstützen, gemeinsam mit Ärzten Entscheidungen zu treffen und den eigenen Weg im Umgang mit Bluthochdruck zu finden.

Zum Autorenteam:

Anke Nolte ist freie Medizinjournalistin in Berlin und beschäftigt sich intensiv mit einer ganzheitlichen Sichtweise auf Gesundheit und Krankheit. Prof. Dr. med. Manfred Anlauf war Chefarzt der Medizinischen Klinik II des Zentralkrankenhauses Reinkenheide in Bremerhaven. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt auf Erkrankungen, die mit Bluthochdruck einhergehen.

Der Ratgeber „Schluss mit Bluthochdruck“ informiert umfassend auf 176 Seiten und kann ab dem 18. Oktober für 20 € im Handel gekauft oder online bestellt werden.

Drei Fragen an Autorin Anke Nolte: Ist Bluthochdruck eine Männerkrankheit?

Frauen schreiben Bluthochdruck eher Männern zu. Die Östrogene haben aber nur bis zu den Wechseljahren einen schützenden Effekt und die hormonelle Umstellung wirkt sich ungünstig auf den Blutdruck aus. Auch wenn Frauen die Pille nehmen, kann eine Hypertonie auftreten. Bluthochdruck ist zudem eine häufigere Komplikation in der Schwangerschaft. Deshalb sollten auch Frauen ihren Blutdruck im Auge behalten.

Hat es in fortgeschrittenem Alter wirklich noch Sinn, sich zusätzlich mit Blutdruckmedikamenten zu belasten?

Auch im höheren Lebensalter steigen mit erhöhten Blutdruckwerten die Risiken für Herz-Kreislauf- sowie Nierenerkrankungen. Ob man 50 oder 80 Jahre alt ist: Niemand möchte zum Beispiel einen Schlaganfall mit all seinen möglichen Folgen erleiden. Gerade ältere Menschen – auch wenn sie über 80 sind – profitieren übrigens mehr von einer medikamentösen Therapie als jüngere. Es ist aber auch nie zu spät, um sich mehr zu bewegen und sich salzärmer zu ernähren. Der Blutdruck reagiert bei älteren Menschen häufig stärker auf Salz als bei jüngeren.

Was ist das Besondere an diesem Ratgeber?

Der Ratgeber geht sehr detailliert auf natürliche Methoden zur Senkung des Blutdrucks ein, aber auch die verschiedenen Medikamente werden mit ihren Vor- und Nachteilen genau beschrieben. Zudem steckt in dem Buch eine gehörige Portion Gesundheitspsychologie: Wie können Menschen motiviert werden, eingeschliffene ungesunde Gewohnheiten zu verändern? Denn Motivation ist die halbe Miete beim Gesundwerden! Checklisten, Grafiken, Übungen und Tests sollen zur Eigeninitiative anregen. Letztlich geht es darum, die eigene Gesundheit nicht passiv der Ärztin, dem Arzt zu überlassen, sondern sein Blutdruck-Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.

(Quelle: Stiftung Warentest)