wiha Panthers sind heiß auf den Playoff-Start

wiha Panthers sind heiß auf den Playoff-Start
Freuen sich - trotz des Verzichts auf Liga eins - auf die Playoffs: die wiha Panthers. (Bild: Roland Sigwart)
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Redaktion

Schwenningen – Zum Auftakt der Playoff-Runde in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA empfangen die wiha Panthers am Samstag, 17. April, die Kirchheim Knights (18 Uhr, live bei sportdeutschland.tv). Die Schwenninger Basketballer wollen – laut Vereinsmitteilung – den dritten Sieg in dieser Saison über die Teckstädter einfahren, fühlen sich aber gewarnt.

Nach umfassender Vorbereitungszeit und 27 Hauptrundenpartien beginnt nun – so die wiha Panthers weiter – die heißeste und schönste Zeit im Basketballjahr. Erstmals in ihrer Vereinsgeschichte haben sich die wiha Panthers für die Playoff-Runde in der zweithöchsten deutschen Spielklasse qualifiziert.

Die Hauptrunde sei für die Panthers etwas unglücklich zu Ende gegangen. Nach zwei hohen Niederlagen bei Spitzenreiter Rostock und dem Tabellenletzten Ehingen, blieb den Panthers am vergangenen Wochenende die Chance verwehrt, sich mit einem Sieg zu rehabilitieren. Da beim letzten Hauptrundengegner Hagen ein Corona-Fall aufgetreten war, wurde die Partie abgesagt.

In der vergangenen Trainingswoche galt es, das Team mental und spielerisch wieder in die Spur zu bringen. „Wir haben nach der Niederlage in Ehingen die Mannschaft am Ostersonntag um fünf Uhr morgens zum Training bestellt, um jedem klarzumachen, dass es so nicht weitergehen kann“, berichtet Trainer Alen Velcic.

„Alle Spieler haben mitgezogen und verstehen, worum es uns geht. Vor allem mental waren wir in den letzten Spielen nicht auf der Höhe. Auch weil nach Erreichen der Playoffs die Spannung und Konzentration nachgelassen hat. Wir haben im Training intensiv an unserem Angriffsspiel gearbeitet und müssen wieder teamorientierter auftreten.“

Dass in den letzten Hauptrundenpartien der Schlendrian Einkehr hält, erinnert an den Saisonverlauf vor zwei Jahren. Damals hatte das Team von Alen Velcic die letzten vier Hauptrundenspiele in der ProB verloren und wurde in der Endtabelle von Rang zwei bis auf Platz sechs durchgereicht.

In der folgenden Playoff-Runde war die Mannschaft dann aber wieder voll auf der Höhe und schied erst knapp im Halbfinale aus. Auch dieses Jahr wollen sich die Schwenninger – ähnlich wie 2019 – im Saisonendspurt in Bestform präsentieren.Als Auftaktgegner erwarten die Neckarstädter mit den Kirchheim Knights eine Mannschaft, die ähnlich wie die Panthers zu den positiven Überraschungen der Spielzeit zählen.

Am letzten Hauptrundenspieltag schoben sich die Ritter mit einem deutlichen Heimsieg über Karlsruhe noch an den Panthers vorbei und belegten Rang sechs im Endtableau. Nach drei Spielzeiten ohne Playoff-Teilnahme meldet sich Kirchheim damit zurück in der ProA-Meisterschaftsrunde.Die seit dieser Saison vom früheren Bundesligaspieler und -trainer Igor Perovic betreuten Teckstädter legten einen schwachen Saisonstart hin.

Denn es gingen sieben der ersten neun Spiele verloren. Ende Dezember gelang den Knights der Wendepunkt. Mit einer Serie von sieben Siegen in Folge legte man den Grundstein für die spätere Playoff-Teilnahme.Die Mannschaft der Teckstädter erweist sich als gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern. In der Offensive haben die Knights mit Kyle Leufroy (17,2 Punkte) einen der besten Offensivspieler der Liga in ihren Reihen.

Auch der in seinem ersten Profijahr spielende Max Mahoney (13,6 Punkte) habe sich als wichtige Verpflichtung erwiesen und glänzt durch starke Trefferquoten. Auf den deutschen Positionen stechen Andreas Kronhardt (10,0), Nico Brauner (9,9) und Till Pape (9,5) hervor.Seit dem Aufstieg der Panthers im Jahr 2019 trafen beide Teams bislang viermal aufeinander.

Stets gingen die Schwenninger Spieler als Sieger vom Parkett. In dieser Saison konnten die Panthers beide Hauptrundenspiele mit einer Differenz von über zehn Zählern (85:73 und 74:63) für sich entscheiden. Als Playoff-Auftaktgegner in heimischer Halle scheint Kirchheim auf dem Papier ein willkommener Gegner zu sein.

Doch Panthers-Trainer Alen Velcic warnt davor, die Knights aufgrund der beiden Hauptrundensiege zu unterschätzen. „Kirchheim spielt einen sehr disziplinierten, uns nicht unähnlichen Stil und hat in dieser Saison tollen Basketball gezeigt. Wir haben zwar zweimal bewiesen, dass wir die Knights schlagen können – aber in den Playoffs fängt die Saison von vorne an. Die Mannschaft, die mental stärker ist, wird das Spiel für sich entscheiden.“ 

Abseits des Parketts hätten sich die wiha Panthers kurz vor Meldefrist dagegen entschieden, ihre Lizenzunterlagen bei der easyCredit-Basketball-Bundesliga einzureichen. „Wir sind nach langen internen Beratungen schweren Herzens zu dem Ergebnis gekommen, dass wir keinen Lizenzantrag für die 1. Liga stellen werden. Hierfür ausschlaggebend war unter anderem auch, dass nicht absehbar ist, wie sich die Situation mit den Zuschauern in der kommenden Saison weiterentwickelt“, kommentierte Geschäftsführer Michael Krivanek den Entschluss.