VfB-Volleyballer wollen nach Möglichkeit nachlegen

VfB-Volleyballer wollen nach Möglichkeit nachlegen
Möchten ihre Erfolgsserie gerne ausbauen: die Häfler Volleyballer. (Bild: Günter Kram)
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Redaktion

Friedrichshafen – Der VfB Friedrichshafen möchte in der 1. Volleyball-Bundesliga den sportlichen Aufwärtstrend der vergangenen Spiele fortsetzen und am Donnerstag, 4. November, in der heimischen Ratiopharm-Arena in Neu-Ulm drei Punkte gegen die Helios Grizzlys Giesen holen (19 Uhr live auf Twitch).

Zusätzlich macht der Club – laut Vereinsmitteilung – ein Angebot an alle Beschäftigten aus dem Gesundheitssektor rund um Friedrichshafen und Ulm: Es gibt Freitickets als Dankeschön für die wertvolle Arbeit während der Corona-Pandemie.

Die Zeit zwischen dem 9. und dem 11. Februar wird Thilo Späth-Westerholt so schnell nicht vergessen. Eigentlich hätte der VfB Friedrichshafen an einem Turnier in der Champions-League teilnehmen sollen. Eine Corona-Infektion von sieben Spielern und Trainern hatte das aber verhindert.

Trentino, Novosibirsk und Karlovarsko schlugen in der Häfler Messehalle A1 auf. Die Häfler waren krank oder in Quarantäne. „Das war ein furchtbares Gefühl“, erinnert sich Späth-Westerholt an diesen Jahresbeginn zurück. „Wir waren machtlos gegen dieses Virus und konnten einfach nur zuschauen.“

Die Verläufe bei den Betroffenen waren damals recht mild. Der Häfler Mannschaftsarzt Johann Kees war – so der VfB weiter – trotzdem praktisch ständig im Dauereinsatz, um die Genesung zu beschleunigen. „Die Krankenhäuser waren trotzdem voll und die Mitarbeiter dort mussten einen unfassbaren Job machen“, erinnert sich der Geschäftsführer.

„Welche Leistung Ärzte und Krankenpfleger in den vergangenen Monaten gebracht haben, ist fast unermesslich. Das wollen wir nochmal hervorheben und haben deshalb eine Aktion für das Giesen-Spiel am kommenden Donnerstag gestartet.“

Der Club hat alle Krankenhäuser in und um die Städte Friedrichshafen und Ulm kontaktiert und das Personal im Gesundheitswesen zum Spiel gegen die Grizzlys Giesen eingeladen. „Natürlich ist das nur eine Geste, aber das war uns sehr wichtig“, stellt Späth-Westerholt klar.

Zusätzlich wird der Impfbus des Landratsamts Neu-Ulm vor Ort sein, denn „nur wenn wir möglichst viele Menschen impfen, können wir solche Überlastungen im Gesundheitssektor wie Anfang des Jahres verhindern“, ist Späth-Westerholt überzeugt. Die eingeladenen Gäste würden auch zur rechten Zeit kommen.

Sie werden einen VfB Friedrichshafen sehen, der spätestens nach den beiden überzeugenden Siegen vom vergangenen Wochenende zurück in der Spur ist. „Wir haben gegen Haching und Herrsching gesehen, dass sich die Arbeit der vergangenen Tage gelohnt hat“, freut sich Cheftrainer Mark Lebedew.

Und weiter: „Wir sind zufrieden mit der Leistungssteigerung zum Wochenende davor. Klar ist aber auch, dass wir noch nicht auf dem Leistungsstand sind, den wir uns wünschen.“ So wird es auch den Helios Grizzlys aus Giesen gehen. Der Gegner von Donnerstag habe sich gerade erst eine deftige Niederlage in Düren eingehandelt.

Mit einem Sieg aus fünf Spielen steht das Team um Urgestein Hauke Wagner auf dem achten Tabellenplatz und hatte zuletzt vor allem in der Annahme große Probleme. Das Team vom Bodensee geht von Rang vier aus als Favorit ins Spiel. „Wir haben gesehen, dass uns die Trainingshalle in Friedrichshafen sehr viel gebracht hat“, glaubt Lebedew. „Es geht weiter, Schritt für Schritt.“