Folgenschwerer Wanderausflug Mehrere Menschen bei Kuhattacken schwer verletzt

Mehrere Menschen bei Kuhattacken schwer verletzt
Kühe am Wegesrand: Sie sind keine Kuscheltiere und können unverhofft angreifen // Symbolbild. (Bild: Pixabay)

Weil sie beim Wandern in Sölden (Tirol) eine Kuh aus nächster Nähe fotografieren wollten, ist eine 27-jährige Niederländerin am Dienstag unbestimmten Grades verletzt worden.

Erst vor einer Woche wurde eine Familie auf dem beliebten Juwelenweg im Allgäu von einer Kuh angegriffen. Dabei wurden zwei Erwachsene und ein vierjähriger Bub teils schwer verletzt.

27-Jährige wollte Foto machen

Jetzt wurde auf einem Wanderweg in Sölden eine 27-Jährige von einer Kuh attackiert. Die Frau verließ den Wanderweg und näherte sich den auf einer Wiese weidenden Kühen, um diese zu fotografieren.

Dabei stand eine Kuh auf und stieß sie mit einem Horn in den Oberschenkel, wodurch sie unbestimmten Grades verletzt wurde, heißt es von der Polizei. Ihr Begleiter (33) aus Deutschland half ihr und brachte sie zurück auf den Wanderweg.

Die Verletzte wurde vor Ort durch die Bergrettung Sölden erstversorgt und mit einem Notarzthubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.

Muttertier stößt Wandergruppe heftig zu Boden

Bei dem Kuhangriff im Allgäu begegnete die Familie auf dem Wanderweg einer Gruppe aus Kälbern. Eine Kuh, vermutlich das Muttertier, stieß laut Polizeibericht die Wanderer zu Boden. Bei dem frontalen Angriff wurden zwei Frauen schwer verletzt, das Kind leicht.

Verhaltensregeln beim Wandern, wenn Kühe in der Nähe sind

Verlassen Sie nicht die offiziell ausgewiesenen Wanderwege. Auf den Almen führen jedoch Wanderwege oft über offene Weideflächen. Eine Alm ist kein Streichelzoo. Meiden Sie direkten Kontakt mit den Tieren.

  • Keine Selfies mit Weidetieren machen
  • Abstand halten
  • Machen Sie einen Bogen um Herden mit Kälbern. Kühe schützen ihre Kälber
  • Langsam durch die Weide gehen
  • Keine hektischen Bewegungen. Die Tiere sind schreckhaft
  • Keinen Lärm machen
  • Nicht einzelne Tiere von der Herde trennen
  • Hunde anleinen. Kühe reagieren instinktbedingt nervös auf Hunde. Bei Gefahr: Hunde von der Leine lassen
  • Auf Warnsignale der Kühe achten. Dies kann beispielsweise das Senken des Kopfes, Scharren oder Brüllen sein
  • Nähern Sie sich Kühen nicht von vorne. Kühe haben ein ausgeprägtes seitliches Sichtfeld
  • Kühen nicht unbeobachtet den Rücken zukehren.
    (Bayerischer Bauernverband)

(Quelle: LPD Tirol)