Kampfhund beißt Joggerin in Österreich zu Tode: Neue Hintergründe

In Oberösterreich wurde eine Joggerin von einem Hund attackiert und getötet.
In Oberösterreich wurde eine Joggerin von einem Hund attackiert und getötet. (Bild: Cheryl Paz// iStock / Getty Images Plus)

Am Montagmorgen kam es in Oberösterreich (Naarn) zu einem tödlichen Drama. Eine Frau (37) war mit ihrem American Staffordshire (Rüde) auf einem Feldweg unterwegs. Eine Joggerin (60) kam vorbei und der Kampfhund griff die Frau unvermittelt und brutal an.

Der American Staffordshire polarisiert wie kaum eine andere Rasse. In einigen Ländern gilt er als gefährlicher Kampfhund, in anderen wiederum wird er als Familien- oder Wachhund gehalten. Aufgrund seiner Kraft und enormen Bisskraft ist er kein Hund für Anfänger. Bei uns steht er auf der Rasseliste der gefährlichen Hunde. 

Joggerin wurde angeblich regelrecht zerfleischt

Was ist in Naarn passiert? Laut Polizeimeldung griff der American Staffordshire die vorbeilaufende Joggerin plötzlich an. In der österreichischen Kronen Zeitung heißt es: „Der Rüde „Elmo“ hat die 60-jährige Frau im Hals- und Gesichtsbereich zerfleischt. Der Hund dürfte in einer Art Blutrausch gewesen sein“.

Die Joggerin erlitt bei dem dramatischen Hundeangriff so schwere Bissverletzungen, dass der herbeigerufene Notarzt nur noch den Tod feststellen konnte. Die Hundebesitzerin, die eine erfahrene Züchterin sein soll, wurde bei dem Versuch, ihren Hund von der Joggerin wegzuzerren, schwer verletzt. Sie musste in ein Krankenhaus gebracht werden.

Hund wurde eingeschläfert

Laut Polizei wurde der Vierbeiner an der Leine geführt, trug aber keinen Maulkorb. Die Ermittlungen dazu laufen noch. Der Hund wurde mittlerweile eingeschläfert. Nach Informationen der BILD hatte es bei der betroffenen Züchterfamilie gerade erst einen neuen Wurf gegeben.

In Oberösterreich, wo Naarn liegt, gibt es für Kampfhunde keine besonderen Auflagen. Bei Anmeldung eines Hundes muss ein mehrstündiger Kurs absolviert werden – die Rasse spielt dabei keine Rolle. Bei auffälligen Hunden muss ein zehnstündiger Kurs absolviert werden (erweiterte Sachkunde).

Plötzlicher Hundeangriff, was kann man tun?

Fluchtartiges Wegrennen ist zwar der erste Gedanke, bringt aber nichts.  Der Hund wird die Verfolgung aufnehmen und man wird zur Beute. Empfindliche Stellen bei einem Hund sind Augen, Schnauze, Brust, Bauch und auch die Weichteile.

In der Not: Stechen Sie mit den Fingern in die Augen des Hundes oder kneifen so fest wie möglich in die Schnauze. Was auch helfen kann ist ein starker Tritt in die Weichteile.

Immer wieder Angriffe durch Hunde

Bei einem Einkauf in einem Geschäft in Krumbach wurde eine 38-Jährige am Montagnachmittag von einem Hund ins Bein gebissen. Eine bislang unbekannte Hundebesitzerin führte ihren schwarzen Schnauzer im Geschäft zunächst eng an der Hundeleine, sodass die Geschädigte ungehindert am Hund vorbeilaufen konnte.

In der Folge lockerte die Hundeführerin die Leine, wobei der Hund der Geschädigten hinterherlief und einfach zubiss. Die 38-Jährige musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Hundebesitzerin entfernte sich unmittelbar nach dem Vorfall aus dem Geschäft. Zeugen sollen sich bitte unter 08282/905-0 bei der Polizei melden.  

(Quelle: Landespolizeidirektion Oberösterreich/Kronen-Zeitung, BILD,Hundeangriff-Tipps)