Tödlicher Unfall in Alpen Bergsteiger stürzt am Matterhorn in den Tod

Bergsteiger stürzt am Matterhorn in den Tod
Jeder Fehltritt am Matterhorn (Schweiz) kann tödlich sein: Ein Alpinist stürzte am 4. August in den Tod. (Bild: Kantonspolizei Wallis)

Am Montag ist ein Alpinist am Matterhorn (4.478 m), einer der höchsten Berge der Alpen, abgestürzt. Er zog sich dabei tödliche Verletzungen zu. Immer wieder kommt es am Sehnsuchtsort vieler Bergsteiger zu Todesfällen.

Das Matterhorn mit seinen bizarren Zacken lockt Bergsteiger aus der ganzen Welt in die Schweiz. Doch so schön der Berg auch ist, so gefährlich ist er auch. Seit der Erstbesteigung über den Hörnligrat im Jahr 1865 ist am Matterhorn so gut wie kein Jahr ohne tödliches Unglück vergangen. Diesen Weg nehmen auch heute noch die meisten Bergsteiger.

Alpinist war vermutlich allein auf Tour

Wie es von der Walliser Kantonspolizei heißt, befand sich der Bergsteiger gegen 07:30 Uhr – mutmaßlich im Alleingang – im Aufstieg über den Hörnligrat auf das Matterhorn. Beim „Unteren Roten Turm“, auf einer Höhe von etwa 4.150 m, stürzte der Alpinist aus bislang ungeklärten Gründen in die Tiefe. Eine Drittperson alarmierte umgehend die Rettungskräfte.

Diese begaben sich mit einem Helikopter der Air Zermatt zu der Unglücksstelle. Sie konnten nur noch den Tod des Bergsteigers feststellen. Die formelle Identifikation des Verstorbenen ist im Gange. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet.

Abstieg ist kräftezehrend

2.500 bis 3.000 Bergsteiger versuchen jede Saison, den Gipfel zu bezwingen, an Spitzentagen bis zu 100 bis 150 Alpinisten. Der Aufstieg zum Gipfel sei das kleinere Problem, heißt es von erfahrenen Alpinisten. Der Abstieg sei besonders fordernd und kräftezehrend.

(Quelle: Kantonspolizei Wallis)