Startschuss beim Glasfaserausbau Turboschnelles Internet kommt nach Kressbronn

Turboschnelles Internet kommt nach Kressbronn
(v.l.n.r.): Jürgen Schäfler, Projektierer Stadtwerk am See; Stephan Linz, technischer Geschäftsführer TeleData; Mark Kreuscher, Bereichsleiter Netze Stadtwerk am See; Patrick Loewert, Regionalberater beim Projektträger; Andreas Urban, Komm.Pakt.Net; Daniel Enzensperger, Bürgermeister Kressbronn. (Bild: STADTWERK AM SEE GmbH & Co. KG)
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Redaktion

Das Stadtwerk am See erschließt bislang unterversorgte Bereiche – sogenannte „weiße Flecken“ –  in Kressbronn flächendeckend. Innerhalb der nächsten zwölf Monate kommen rund 130 Glasfaseranschlüsse hinzu. Finanziert wird das Breitband-Förderprojekt zu 90 Prozent von Bund und Land.

Startschuss für das turboschnelle Internet in Kressbronn: Das Stadtwerk am See bringt gemeinsam mit der Gemeinde, dem kommunalen Pakt zum Netzausbau (Komm.Pakt.Net) und dem beauftragten Netzbetreiber TeleData gigabitfähiges Internet in die Seegemeinde. Etwa 130 unterversorgte Anschlüsse, sogenannte „weiße Flecken“ bei denen bislang weniger als 30 Megabit pro Sekunde an Surfgeschwindigkeit ankommen, sollen endlich von schnellem Internet profitieren. Nach dem Glasfaserausbau sind dort bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde möglich. Die Kosten des Glasfaserausbaus in Kressbronn belaufen sich auf ca. 5,4 Millionen Euro. 90 Prozent der Kosten sind durch Fördertöpfe von Bund (50 Prozent) und Land (40 Prozent) finanziert. Die Gemeinde stemmt die restlichen 10 Prozent.

Kressbronns Bürgermeister Daniel Enzensperger kennt die Bedeutung des Themas Breitbandausbau und sieht ihn „als maßgeblichen Faktor für einen guten Wirtschaftsstandort.“ Darüber hinaus punktet für Enzensperger aber vor allem ein Argument beim Breitbandausbau: „Dass die Bürgerinnen und Bürger, die in den Teilorten wohnen, nicht vergessen werden. Auch sie sollen Anschluss an das Glasfasernetz haben – genau wie diejenigen, die im Kernort leben“.

Patrick Loewert, Regionalberater beim Projektträger, sieht schnelles Internet ebenfalls als „Grundlage für eine funktionierende, nachhaltige und zukunftsfähige Gesellschaft“ und gratuliert der Gemeinde Kressbronn daher für ihren Mut und das Engagement im Bereich Bereitbandausbau. Wenn – wie bisher – alles nach Plan klappt, soll das „weiße Flecken“-Programm bereits im Winter 2023 abgeschlossen sein. Mark Kreuscher, Bereichsleiter Netze beim Stadtwerk am See, ist zuversichtlich, nicht nur im strammen Zeit- sondern auch im Budgetplan bleiben zu können: „Wir haben uns aus gutem Grund in der Ausschreibung durchgesetzt und haben sowohl von Seiten des Stadtwerks, als auch mit der Tiefbaufirma Abao ein schlagkräftiges Team im Einsatz. Die Fertigstellung des ‚weiße Flecken‘-Ausbaus innerhalb von zwölf Monaten ist sportlich – aber durchaus machbar.“

Auch der Internetprovider TeleData ist in Kressbronn wieder mit von der Partie und wir das schlüsselfertige Netz übernehmen. „Wir sind hier in Kressbronn kein unbeschriebenes Blatt und freuen uns daher sehr, erneut eine Ausschreibung gewonnen zu haben“, erklärt Stephan Linz, technischer Geschäftsführer der TeleData. Bereits 2011 habe sich der regionale Internetprovider bei einer interkommunalen Ausschreibung der Gemeinden Tettnang, Langenargen und Kressbronn durchgesetzt. „Mittlerweile haben wir Glasfaser sogar bis in den Bootssteg des Kressbronner Hafens verlegt. Ein absolutes Erfolgsprojekt, das wir so nun auch in anderen Häfen umsetzen.“ Die Zusammenarbeit sei also bereits erprobt und habe sich als stets „unkompliziert und partnerschaftlich“ erwiesen.

Für die Erschließung der rund 130 Anschlusspunkte sind 49 Kilometer Leerrohre notwendig. Nach dem Ausbau der „weißen Flecken“ sollen die „grauen Flecken“ schon nächstes Jahr folgen. Das sind jene Anschlusspunkte, bei denen derzeit zwischen 30 und 100 Megabit pro Sekunde möglich sind.

(Pressemitteilung: STADTWERK AM SEE GmbH & Co. KG)