Vor 80 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Mit einem Gedenkgang und einer anschließenden Veranstaltung in der IKG-Aula erinnert die Stadt Tuttlingen an dieses Ereignis. Prominenter Redner dort ist Professor Volkhard Knigge, der langjährige Leiter der Gedenkstätte Buchenwald.
„Frieden braucht Mut“ - In Anbetracht der jüngsten Ereignisse sind Frieden, Toleranz und Demokratie wichtiger denn je. Hierzu gehört es, achtsam miteinander umzugehen, auf Gewalt zu verzichten und mit den eigenen Taten, Gedanken und Gesten zum Frieden beizutragen – Frieden geht uns alle an.
Im Jahr 1940 wurden 61 Menschen mit Behinderung von den Nationalsozialisten aus Mariaberg deportiert und in Grafeneck vergast. Zum Gedenken der Opfer der Euthanasie gibt es im diakonischen Unternehmen Mariaberg e.V. in Gammertingen alljährlich eine Gedenkveranstaltung.
Zum dritten Gedenk-Gottesdienst unterm freien Himmel lädt der Medizin Campus Bodensee (MCB) am 16. Mai ein. Es wird an die Menschen gedacht, die im vergangenen Jahr in der Klinik Tettnang oder im Klinikum Friedrichshafen verstorben sind.
Zu Beginn des alljährlich in der Kirche St. Georg stattfindenden Gedenkgottesdienstes erinnerte Seelsorgerin Rita Schultheiß an die 193 geistig und mehrfach behinderten Menschen aus Heggbach und 72 Kinder aus Ingerkingen, die nach Grafeneck deportiert und vergast wurden.
Erinnern und gedenken, aber auch den Blick für Unrechtes schärfen und sich falschen Entwicklungen entgegenstellen – dazu riefen die Mitwirkenden bei der gemeinsamen Gedenkveranstaltung des ZfP Südwürttemberg und der Gemeinde Zwiefalten für die Opfer des Nationalsozialismus auf.
Langenargen - Die Gemeinde Langenargen gedenkt am Mittwoch, 27. Januar, den Opfern des Nationalsozialismus. Seitens des ZfP Südwürttemberg blickt die Seegemeinde - laut Mitteilung - an diesem Tag auf die Opfer der so genannten „Euthanasie“-Aktion, in der aus der damaligen Heilanstalt Weißenau 691 Frauen und Männer in den Tötungsanstalten Grafeneck und Hadamar ermordet wurden.
Bad Schussenried (ZfP) – Auch in Zeiten der Corona-Pandemie sei es wichtig, am Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Gewalt zu gedenken. Darüber waren sich die Regionaldirektion Donau-Riss im ZfP, die Klinikseelsorgerin und Bad Schussenrieds Bürgermeister einig. Sie erinnerten an die Verstorbenen und sprachen mahnende Worte.
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