VfB-Geschäftsführer Thilo Späth-Westerholt zieht Bilanz für 2023

VfB-Geschäftsführer Thilo Späth-Westerholt zieht Bilanz für 2023
Thilo Späth-Westerholt zieht eine positive Bilanz für 2023. (Bild: Alexander Hoth)

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Mit dem Vizemeistertitel, der Einweihung der neuen SPACETECH ARENA und dem Rückzug aus der Champions League blickt der VfB Friedrichshafen auf ein turbulentes Jahr 2023 zurück.

Geschäftsführer Thilo Späth-Westerholt zieht trotzdem eine positive Bilanz für die vergangenen zwölf Monate – aus ganz verschiedenen Gründen.

Sie sind jetzt in Ihrer vierten Saison als Geschäftsführer des VfB Friedrichshafen und hatten in dieser Zeit vor allem mit der Hallensituation und der Corona-Problematik zu kämpfen. Wie fällt Ihre Bilanz zum abgelaufenen Jahr aus?

Im Grunde können wir zufrieden sein. Die Mannschaft hat sich im Frühjahr die Vizemeisterschaft geholt, im Sommer war es aufgrund des Rückzugs aus der Champions League noch einmal turbulent. Aber seither können wir uns endlich auf unser Kerngeschäft konzentrieren. Wir haben mit der Mannschaft einen Umbruch geschafft, haben neue Sponsoren dazugewonnen, unsere Kommunikation ausgeweitet und haben mit der SPACETECH ARENA nun endlich auch ein festes Zuhause.

Lassen Sie uns doch dann gleich bei der SPACETECH ARENA bleiben. Am 7. Januar 2023 hat die Mannschaft dort ihr erstes Spiel bestritten. Wie hat sich die Situation in der neuen Heimspielstätte seither entwickelt?

Es war zuerst einmal ein großer Kraftakt – dass wir den Umbau des Hangars R zur Volleyballarena geschafft haben, hat nur funktioniert, weil viele fleißige Helfer an einem Strang gezogen haben. Im Sommer haben wir noch einmal viel angepackt. Der VIP-Bereich ist größer und schöner geworden, mit unserem Gastro-Partner Malik Gastro hat sich auch im Zuschauer-Cateringbereich viel verändert. Und die Leute honorieren das, denn unsere Zuschauerauslastung liegt bei über 90 Prozent. Zuletzt hätten wir auch viel mehr Tickets verkaufen können, waren aber immer wieder ausverkauft. Das ist eine schöne Entwicklung.

Die gab es auch bei den Sponsoren?

Ja, wir bekommen durchweg positive Rückmeldungen. Unsere Partner sehen, dass sich viel verändert und sie haben großes Interesse, mit uns neue Wege zu gehen. Die SpaceTech GmbH hat sich die Namensrechte an der Halle gesichert, die Firma Neudeck aus Biberach hat ihr Engagement deutlich vergrößert. Dazu kommen ein paar kleinere und mittlere Sponsoren, über die wir uns genau so freuen. Auch wenn an der ein oder anderen Stelle Budgets reduziert werden, bewegt sich etwas. Wir sind noch lange nicht am Ziel, aber wir stehen heute besser da als noch vor einem Jahr.

Das gilt auch für den Bereich Social Media, wie man an den aktuellen Zahlen sieht.

Wir haben in der Kommunikation nach außen ein paar Erfolge feiern können. Beispielsweise hat der VfB Friedrichshafen jetzt mit „Diggin‘ Deep“ seinen eigenen Podcast. Vor allem aber bei Instagram haben wir einen großen Schritt gemacht und unsere Followerzahl innerhalb eines halben Jahres mit fast 40.000 nahezu verdoppelt.

Wir überschreiten seit Dezember regelmäßig die eine Million Views bei hochgeladenen Reels, also kurzen Videos. Anfang Januar ist es uns gelungen, zu einem Reel, innerhalb weniger Tage, ganze sieben Millionen Views und über 300.000 Likes zu bekommen. Wichtig ist, dass uns dieses Kunststück regelmäßig gelingt, es ist also keine Eintagsfliege. Unsere Reichweite in diesem Segment ist sehr groß. Wir möchten im nächsten Schritt erreichen, dass Partner diese Reichweite auch nutzen.

Sind Sie denn auch sportlich mit der aktuellen Situation zufrieden? Immerhin gab es im Team einen Wechsel auf der Zuspielerposition und eine Verjüngung des Kaders.

Zum Saisonstart im Oktober wäre es uns fast gelungen, den Meister aus Berlin aus dem Pokal zu werfen. Danach hat man schon gemerkt, dass diese Mannschaft sich erst noch finden musste. Seitdem aber auch unser Mittelblocker Israel Masso beim Team ist und wir im Training optimal arbeiten können, kamen mit dem Selbstvertrauen auch die Erfolge.

Wir sind seit acht Spielen ungeschlagen und stehen in der Tabelle auf Platz zwei. Allerdings stehen wir nun mit den Partien gegen die direkten Konkurrenten aus Lüneburg und Giesen und mit dem Gastspiel in Berlin vor großen und wichtigen Aufgaben. Ich freue mich auf diese Spiele, vor allem auf die beiden in der SPACETECH ARENA. Ich traue unserer Mannschaft eine Menge zu.

(Vereinsmitteilung: VfB Friedrichshafen Volleyball)