HSG Konstanz weiter auf Erfolgswelle: Bollwerk beschert den siebten Streich

HSG Konstanz weiter auf Erfolgswelle: Bollwerk beschert den siebten Streich
(Bild: Peter Pisa)

WOCHENBLATT
WOCHENBLATT

Die HSG Konstanz reitet weiter auf der Erfolgswelle. Mit einem 36:25 (14:12)-Erfolg vor über 1200 Fans im Hexenkessel Schänzle-Hölle gegen den TuS Fürstenfeldbruck feierte der Drittliga-Spitzenreiter den siebten Erfolg in Serie und verteidigte mit nun 33:7 Punkten die Tabellenführung. Bereits am Samstag, 20 Uhr, steigt das nächste Heimspiel gegen den HC Erlangen II.

„Konzentrierteste und stabilste Leistung über 60 Minuten in dieser Saison“

Den Fokus zu schärfen und noch einmal einen Gang zuzulegen hatte Jörg Lützelberger von seinen Schützlingen in der nun entscheidenden Phase der Saison eingefordert. Die Antwort seiner Mannschaft folgte auf dem Fuße. Mit einer der besten Leistungen in dieser Spielzeit feierte die HSG den bislang höchsten Sieg gegen den alten Rivalen aus Fürstenfeldbruck überhaupt und verzückte über 1200 Fans im Hexenkessel Schänzle-Hölle.

Wie schon in den letzten Wochen zeigte sich Torwart Konstantin Poltrum als starker Rückhalt, im Angriff bringen die Gelb-Blauen schon seit einiger Zeit ihre Pferdestärken auf das Spielfeld, nun war zusätzlich vor allem in der zweiten Halbzeit auch die Abwehrarbeit wirklich beeindruckend. „Ich bin super stolz auf meine Mannschaft“, lobte Lützelberger seine Spieler für die in seinen Augen „konzentrierteste und stabilste Leistung über 60 Minuten in dieser Saison.“

Sieg für Mutter Lützelberger

Tatsächlich hatte die HSG über das ganze Spiel hinweg kaum eine Phase, in der ihr mehrere Fehler in Folge unterliefen. Stattdessen wirkte die Heimmannschaft unter den Augen von Lützelbergers Mutter, für die der HSG-Coach seine Spieler um einen Sieg gebeten hatte, von Beginn an hellwach, gallig und gierig auf Bälle, Tore und die Punkte. Kaum sechs Minuten waren vergangen, da ließ Christos Erifopoulos die Halle das erste Mal kochen. 4:1 leuchte es da von der Anzeigetafel.

Früh war zu erkennen, dass die Konstanzer vor der stimmungsvollen Kulisse nachlegen und dafür in der Defensive den Grundstein legen wollten. So stellte der aggressive Abwehrriegel der Konstanzer die Brucker vor einige Probleme. Probates Mittel der Gäste war dagegen zunächst noch das gut funktionierende Spiel an den Kreis – selbst unter großer Bedrängnis. Cedric Riesner und Benedikt Damm knackten den Konstanzer Abwehrriegel immerhin insgesamt neunmal.

Starker Konstantin Poltrum

Insbesondere von außen und aus dem Rückraum hingegen war immer wieder Konstantin Poltrum zur Stelle und lieferte sich mit seinem Gegenüber Michael Luderschmid ein Duell zweier starker Torhüter. Nicht das einzige packende Duell an diesem Abend. In jedem Zweikampf ging es richtig zur Sache, oftmals krachte es und es wurden einige Nickligkeiten ausgetauscht.

Nach knapp 13 Zeigerumdrehungen setzte Lukas Köder mit dem 7:3 die nächste Duftmarke. Damm ließ seine für die Gäste quasi mit der Pausensirene folgen und setzte den Schlusspunkt unter eine äußerst intensive erste Hälfte – 14:12.

Konstanz schaltet ein, zwei Gänge hoch

Direkt nach dem Seitenwechsel wurde deutlich, dass die HSG Konstanz noch einmal ein, zwei Gänge hochgeschaltet hatte. „Die Stabilität kommt aus der Deckung“, freute sich Lützelberger über eine nochmalige deutliche Steigerung im Abwehrverbund, der Fürstenfeldbruck vor große Aufgaben stellte. Der Kreis war nun gut abgeschirmt und dennoch gelang es den Gastgebern, aggressiv und schnell zu verschieben, sodass auch der sonst so abschlussstarke Rückraum kaum zu guten Abschlüssen kam.

Beim 22:15 (41.) hatten die Bayern gerade einmal drei Tore in den ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs erzielen können, Konstanz deren acht. Gästetrainer Martin Wild zog die Notbremse und setzte nach der folgenden Auszeit konsequent auf den siebten Feldspieler. Damit öffneten sich zwar kurzzeitig wieder ein paar Zentimeter Raum für Riesner.

Dank einer weiter sehr aufmerksamen Abwehrarbeit konnte der Tabellenführer das hohe Risiko mit vier Steals und Treffern ins leere Tor zu seinen Gunsten nutzen. Auch Torwart Tom Göres konnte sich so in die Torschützenliste eintragen.

Torhunger bis zur letzten Minute

Mächtig verärgert zeigte sich Gästetrainer Martin Wild über die letzten sieben Minuten. Zwar war die HSG hier bereits auf der Siegerstraße, der Panther-Dompteur wollte jedoch noch einmal „um jedes Tor kämpfen.“ In die Tat umsetzten konnten dies die nur Konstanzer, die immer noch nicht lockerließen und jeden Fehler konsequent bestraften.

„Die beiden Punkte sind natürlich hochverdient“, konstatierte Wild nach der Elf-Tore-Niederlage. Lützelberger hatte hingegen „viel Spaß. Bei nur 25 Gegentoren gegen eine der besten Angriffsmannschaften der Liga sind die Jungs immer geduldig geblieben. Deshalb bin ich stolz und zufrieden, was wir auf die Platte gebracht haben.“

Heimspiel am Samstag gegen Erlangen

Am Samstag, 20 Uhr, ist die Bundesliga-Reserve des HC Erlangen zu Gast in der Schänzle-Hölle. Tickets sind im Vorverkauf vergünstigt unter www.hsgkonstanz.de/tickets erhältlich.

(Vereinsmitteilung: HSG Konstanz/ Andreas Joas)