EVR spielt lange gut, verliert aber am Ende hoch

Philipp Heckenberger (rechts) und Marco Gutekunst hatten mit einer starken Haßfurter Abwehr zu kämpfen.
Philipp Heckenberger (rechts) und Marco Gutekunst hatten mit einer starken Haßfurter Abwehr zu kämpfen. (Bild: EVR/Sandra Hofmann)

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Der EV Ravensburg hat sich im ersten Landesliga-Playoff in Haßfurt zwei Drittel lang sehr gut verkauft, musste sich am Ende aber mit 2:7 dem Favoriten doch klar geschlagen geben. Im zweiten Spiel am Samstag in Ravensburg (Anpfiff 17 Uhr) geht es darum, ein entscheidendes drittes Spiel zu erzwingen.

Der mit kompletten vier Reihen aufgelaufene EVR kam in Haßfurt sehr gut in die Partie und überstand in den Anfangsminuten auch zwei kleine Strafzeiten unbeschadet. Vor rund 800 Zuschauern entwickelte sich ein flottes Spiel, in dem als Erste die Ravensburger Grund zum Jubeln hatten. In der 16. Minute vollendete Andre Martini eine Kombination über Alex Katjuschenko und Sven Schulz zum 0:1. Die Freude währte gerade einmal 18 Sekunden. Schon in der nächsten Szene glich die erste Reihe der Gastgeber mit Michael Stach für den ESC Haßfurt zum 1:1-Pausenstand aus.

Der Auftakt ins zweite Drittel missglückte dem EVR völlig. Haßfurts Topverteidiger Tomas Pribyl war in der 23. Minute in Überzahl zum 2:1 erfolgreich. Nur 24 Sekunden später lag die Scheibe erneut im EVR-Gehäuse. Der Kanadier Samy Pare hatte das 3:1 erzielt. Noch hielt der EVR dagegen und kam in der 36. Minute zum verdienten 3:2-Anschlusstreffer. Steffen Kirsch und Mikhail Sokolov hatten für Juniorenstürmer Tim Reiner aufgelegt.

Haßfurt drückte nun aufs Tempo und war sichtlich bestrebt, noch vor der zweiten Pause wieder für klarere Verhältnisse zu sorgen. Dies gelang in der Schlussminute des zweiten Drittels erneut der Paradereihe der Gastgeber. Der Tscheche Jakub Smarek wurde von seinem Landsmann Jan Trübenekr zum 4:2 in Szene gesetzt.

In der Anfangsminute des Schlussdrittels schlug Smarek zum zweiten Mal zum 5:2 zu und erstickte damit die Ravensburger Hoffnungen auf eine Aufholjagd wie zuletzt gegen Sonthofen im Keim. Ein Rückstand mit drei Toren war zu viel, auch wenn der EVR mit dem 6:2 in der 43. Minute haderte. Die Schiedsrichter hatten einen EVR-Crack zu viel auf dem Eis ausgemacht, was die Ravensburger anders sahen. Als Trainer Pyry Eskola den Hauptschiedsrichter zum Gespräch an die Bande bitten wollte, gab es weitere zwei Minuten wegen Reklamierens.  Die doppelte Überzahl ließ sich Tomas Pribyl nicht entgehen.

In der 58. Minute machte Jakub Smarek seinen persönlichen Dreierpack im Schlussdrittel mit dem 7:2 perfekt. Fünf der sieben Haßfurter Tore hatten die tschechischen Starspieler erzielt, dazu noch eines vorbereitet. Dank dieser Reihe hatte Haßfurt letztlich verdient gewonnen.

Strafen: Haßfurt 14, EVR 22

(Vereinsmitteilung: EV Ravensburg)