Landesliga Bayern Der EVR kämpft beherzt, geht aber zweimal leer aus

Der EVR kämpft beherzt, geht aber zweimal leer aus
Machtlose EVR-Defensive mit Martin Wenter, Steffen Kirsch und Goalie Jonas Waldherr: Das 0:3 brachte den EVR endgültig auf die Verliererstraße. (Bild: EVR/Sandra Hofmann)

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Die 1. Mannschaft des EV Ravensburg ist mit zwei Niederlagen in ihre erste Saison in der Landesliga Bayern gestartet. Obwohl das Spiel in Sonthofen deutlich mit 2:8 verloren wurde, schien zwei Drittel lang eine Überraschung möglich.

Beim 3:7 gegen die Wanderers Germering geriet der EVR im zweiten Drittel zu hoch in Rückstand, um das Spiel in einem guten letzten Abschnitt noch drehen zu können.

20 Mann hatte EVR-Trainer Pyry Eskola im Heimspiel gegen Germering aufgeboten. Sie bekamen es auf der Gegenseite mit einer Frau zu tun: Franziska Albl, die bereits 98 Mal das Trikot der Nationalmannschaft übergestreift hat, erwies sich vor 200 Zuschauern als Könnerin ihres Fachs.

Zudem bekamen die Ravensburger die Routiniers in den Reihen der Wanderers um Ex-Towerstarsspieler Daniel Menge zunächst nicht in den Griff. Folge war eine verdiente Führung der Gäste in der 6. Minute. Unglücklich für den EVR das 0:2 zehn Sekunden vor der Pausensirene. Der Schuss schlug aus spitzem Winkel unter der Latte ein.

Im zweiten Drittel war der EVR bemüht, doch tropften die Angriffe immer wieder an den kompakt stehenden Germeringern ab. In der 30. Minute drückte der EVR das eine Mal zu viel die Strafbank. Das 0:3 bedeutete eine Vorentscheidung, zumal man nur drei Minuten später nach einem Fehlpass an der gegnerischen blauen Linie den Konter zum 0:4 zuließ. Mit dem 0:5 in der 34. Minute schien sich ein Debakel anzubahnen. Sven Schulz sorgte in der 36. Minute für das 1:5 und damit etwas Ergebniskosmetik.

In einem schon verlorenen Spiel zeigten die Ravensburger im letzten Drittel endlich ihre Qualitäten. Johann Katjuschenko schoss in Überzahl das 2:5. Ein wenig Hoffnung keimte auf, zumal das Team zunehmend besser im Spiel war. Es folgten aber wie so oft an diesem Abend Fehler im Defensivverhalten, sie Germering mit zwei Treffern zum 2:7 zu nutzen wusst. Philipp Heckenberger gestaltete das Ergebnis in der 59. Minute mit dem 3:7 wenigstens etwas erträglicher.

Strafen: EVR 14, Germering 20

Ein ganz anderes Gesicht hatte der EVR am Freitagabend in Sonthofen gezeigt. Zwei Drittel lang liefert man einem der Topteams der Liga einen offenen Kampf. Dominik Fehr brachten den EVR mit einem wuchtigen Schuss von der blauen Linie in der 7. Minute in Führung. Vier Minuten später war Sonthofen ebenfalls in Überzahl zum 1:1-Pausenstand erfolgreich.

Auch ins zweite Drittel startete der EVR besser. Johann Katjuschenko spielte bei Ravensburger Überzahl die gesamte Sonthofener Defensive aus und markierte nur eine halbe Minute nach Wiederanpfiff das 1:2. Die fast 800 Zuschauer sahen einen EVR, der mit schnellen Gegenstößen für Gefahr sorgte und die Sonthofener Offensive zumeist im Griff hatte.

In der 33. Minute geriet der EVR in Unterzahl, die man zunächst überstand. Mit wieder gleich vielen Spielern auf dem Eis kassierte man aber in der 35. Minute doch den Ausgleich. Erneut wanderte ein Ravensburger auf die Strafbank, was in der 38. Minute zur erstmaligen Führung der Hausherren führte. 50 Sekunden vor der Pausensirene fiel gar noch das 4:2, als der EVR zu offen auf den Ausgleich drängte.

Zu allem Überfluss hatte der bis dahin exzellent haltende Florian Kreft einen Schuss aufs Knie bekommen, so dass im Schlussdrittel Jonas Waldherr in den Kasten musste. Er hatte gleich in der ersten Aktion Pech, als ein Sonthofener völlig frei am langen Pfosten die Scheiben ins Tor lupfen konnte.

Beim EVR machte sich nun auch ein wenig Resignation breit. Die Sonthofener, bei denen der ehemalige Freiburger DEL 2-Profi Vladimir Kames gekonnt die Fäden zog, kamen zu drei weiteren Treffern und einem am Ende verdienten Erfolg, der aber mit 8:2 reichlich hoch ausgefallen ist.

Strafen: Sonthofen 16, EVR 18

(Vereinsmitteilung: EV Ravensburg)