Sparkassengalerie präsentiert: Andreas Knitz „Tresor“

Sparkassengalerie präsentiert: Andreas Knitz „Tresor“
Künstler Andreas Knitz stellt vom 31. Mai bis 30. Juli 2021 in der Sparkassengalerie Ravensburg aus. (Bild: © Andreas Knitz / VG Bild-Kunst, Bonn 2021)
WOCHENBLATT
Redaktion

Was ist uns was wert? Wenn der Wert einer Sache in Geldwert ausgedrückt werden kann, wo und wie können dann Grundwerte, kulturelle Wertschöpfung, der Wert von Erinnerung und Werte wie Glück und Teilhabe dargestellt werden?

Welchen Preis oder Mehrwert haben immaterielle Dinge? Unsere guten oder schlimmen Erinnerungen? Gibt es einen Aufbewahrungsort dafür? Einen Tresor gar, für die immateriellen Werte, die nicht Geldwert sind und die uns dennoch wertvoll sind?

Der in Berg (Kreis Ravensburg) lebende Künstler Andreas Knitz stellt vom 31. Mai bis 30. Juli 2021 in der Sparkassengalerie Ravensburg aus.

Ausstellungsort:

  • Kreissparkasse Ravensburg, Meersburger Straße 1, 88213 Ravensburg

Ausstellungsdauer:

  • 31. Mai bis 30. Juli 2021

Öffnungszeiten:

  • Montag bis Freitag von 9.00 bis 12.15 Uhr
  • Montag, Dienstag und Freitag von 14.00 bis 16.00 Uhr
  • Donnerstag von 14.00 bis 18.00 Uhr

In einer retrospektivischen Raumcollage spannt Knitz einen großen biografischen Bogen von der Ausbildung zum Möbelschreiner, zum Restaurator, über das Architekturstudium, seiner Tätigkeit als freier Architekt hin zur freien Kunst. Seit 1994 arbeitet er überwiegend zusammen mit dem Bildhauer Horst Hoheisel im Künstlerduo Hoheisel & Knitz.

Ob als Ergebnis aus künstlerischen Wettbewerben oder als Direktbeauftragungen, sind so international zahlreiche Arbeiten entstanden, die zu bedeutenden Werken der Erinnerungskultur geworden sind. Als so genannte Counter-Monuments (Gegendenkmale) oder „unfertige Denkmale“ (Aleida Assmann) gelten die ausgeführten Werke kunsthistorisch als maßgebliche künstlerische Beiträge zur kollektiven Erinnerung. Die Kunst ist dabei Vermittler und Sprache, sowie Zugang zu schwierigen, verdrängten und meist tabuisierten Ereignissen.

Erstmals werden Teile dieser in 25 Jahren fast ausschließlich im öffentlichen Raum entstandenen Arbeiten in einer experimentellen Raumcollage und in Form einer eigens entwickelten begehbaren Retrospektive zusammengefasst: Im halböffentlichen Raum der Ravensburger Sparkassengalerie wird ein nahezu privater Ort geschaffen, in dem Objekte, Prototypen, Bilder und Texte, ergänzt durch einige Multimediasequenzen Einblicke in das künstlerische Schaffen von Andreas Knitz geben.

Dabei bezieht er die zeitlos wirkende Architektur der Kreissparkasse Ravensburg mit ein, die vom Architekten Professor Heinz Mohl entworfen und von 1982 bis 1987 erbaut wurde und reagiert auf die Grundideen des Gebäudes: Raum im Raum, Haus im Haus, Stadt in der Stadt.

So entsteht ein vielschichtiges Spiel mit physischen Räumen und Denkräumen.

Die Installation will beweisen, dass Geschichte aus Schichten besteht, dass Fassade und Oberfläche, Hintergrund und Tiefe zusammenhängen und nicht ohne einander existieren können; entscheidend ist der individuelle Zugang dazu und die persönliche Definition von Wert.

Das eigene Handeln oder Nicht-Handeln, das eigene Sich-Beteiligen oder Sich-Nicht-Beteiligen steht im Mittelpunkt. Lässt man sich nicht darauf ein, bleibt das meiste im Verborgenen.

Mehr Infos dazu unter: www.ksk-rv.de/ausstellung

(Pressemitteilung: Kreissparkasse Ravensburg)