So wird bei der Bayerische Zugspitzbahn in der kommenden Wintersaison gespart

So wird bei der Bayerische Zugspitzbahn in der kommenden Wintersaison gespart
Skivergnügen mit Einschränkungen: Im Garmisch-Classic wird in der Skisaison 2022/23 eingeschränkt beschneit. (Bild: Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG)
WOCHENBLATT
Redaktion

Knapp einen Monat vor dem geplanten Saisonstart auf der Zugspitze am 2. Dezember präsentiert die Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG (BZB) Einsparmaßnahmen. Sitzheizungen bleiben aus, die Fahrgeschwindigkeit wird sporadisch gedrosselt und neu ist ein attraktives Kombitickets (DB Ticket + Skipass / Garmischer Ski-Ticket).

Eingeschränkte Beschneiung

Die Beschneiung stellt eine existenzielle Grundlage im Skigebiet Garmisch-Classic dar und ist unverzichtbar. Der Umfang der Beschneiung wird in Relation zum Strompreis und der situativen Stromverfügbarkeit im Zentrum aller Überlegungen stehen. Dabei wird stets sorgfältig abgewogen, ob der Einsatz der Schneeerzeuger im Hinblick auf die Ressourcen sinnvoll ist. Die Beschneiung bezieht sich ausschließlich auf das Skigebiet Garmisch-Classic. Das Skigebiet Zugspitze ist ein reines Naturschnee-Skigebiet, entsprechend gibt es keinerlei Beschneiungsinfrastruktur.

Aktuelle Maßnahmen

Eingeschränktes Beschneien, d.h. je nach Wetter- und Temperatur auswählen, welche Pistenbereiche zwangsläufig beschneit werden müssen, um den Betrieb zu gewährleisten

  • Verminderung der Schneeauflage und ggf. der Pistenbreite, sofern die Naturschneemenge begrenzt ist, selbstverständlich immer unter den Gesichtspunkten der Pistensicherheit
  • Abschaltung der Beleuchtung an den Bergstationen von Alpspitzbahn und Zugspitze bei Nacht, so weit wie möglich
  • Heizstrahler auf den Terrassen/in Außenbereichen der Gastronomie bleiben in diesem Winter aus
  • Sitzheizungen in den Liftanlagen bleiben aus
  • Wenn es das Gästeaufkommen erlaubt, wird die Fahrtgeschwindigkeit der Umlaufbahnen um bis zu 50 % reduziert (bspw. an Schlecht-Wetter-Tagen / unter der Woche)
  • Verzicht auf die nächtliche Garagierung (Einbringen der Kabinen in die Garagen), sofern möglich

Der BZB ist bewusst, dass durch die Maßnahmen der Energiebedarf der Beschneiung nicht kompensiert werden kann. Jedoch wurde die Entscheidung getroffen, alle möglichen Potentiale zu betrachten, um den Energiebedarf zu reduzieren.

Neu in der Wintersaison 2022/2023: Parkraumbewirtschaftung

Unabhängig von der Energiekrise steht fest, dass die Bewirtschaftung der Parkflächen an den Talstationen von Zugspitze, Wank und Garmisch-Classic nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter unabwendbar sind.

Mittels einer Testsaison evaluiert die BZB, ob Besucher durch zusätzliche Parkgebühren dazu bewegt werden können, vermehrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bahn, Orts- und Skibusse, Zahnradbahn, Fahrgemeinschaften etc.) anzureisen. Die BZB greift mit einer Parkraumbewirtschaftung nicht nur lenkend ein, sondern schafft mit attraktiven Kombitickets (DB Ticket + Skipass / Garmischer Ski-Ticket) konkrete Angebote, um zum Umdenken zu ermutigen. Zugreisende (mit Vorlage eines gültigen DB-Ticket) bekommen Rabatt auf Bergbahntickets.

Parken kostet fünf Euro pro Tag

Nach der Saison wird analysiert, ob die Einführung der Parkgebühren den gewünschten, entlastenden Effekt hat. Die Bewirtschaftung der Parkplätze beginnt mit dem Skibetriebsstart nach den Herbstrevisionen. Parken kostet dann fünf Euro pro Tag an allen Parkflächen der BZB. Die Parkgebühren gelten für jeden PKW, unabhängig davon, welches Ticket der Gast erwirbt. Es gibt für Zeit- und Saisonkarteninhaber exklusiv die Möglichkeit, eine Saison-Parkkarte in Höhe von 45 Euro zu erwerben.

Weitere Infos: www.zugspitze.de

(Quelle: Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG)