Erfolgreiches Pilotprojekt Videoüberwachung in Tuttlingen zeigt Wirkung gegen Müllsünder
Kameras an zwei Altglascontainern in Tuttlingen zeigen Wirkung: Illegale Müllablagerungen sind stark zurückgegangen. Nun prüft die Stadt weitere überwachte Standorte.

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Seit gut einem Jahr werden zwei Altglascontainer in Tuttlingen mit Kameras überwacht. Die Stadt zieht eine positive Bilanz: Illegale Müllablagerungen sind deutlich zurückgegangen, zwei Verursacher konnten identifiziert und mit Bußgeldern belegt werden.
An den Altglascontainern am Festplatz und im Heiligental mussten die Mitarbeitenden des Bauhofs früher regelmäßig illegal abgestellten Abfall beseitigen. Seit der Installation der Videokameras hat sich die Situation nach Angaben der Stadt deutlich verbessert. Während zuvor an manchen Containern nahezu jede Nacht Müll abgeladen wurde, finden die Reinigungskräfte inzwischen nur noch vereinzelt Abfälle.
Die Überwachung ist Teil eines Pilotprojekts, das die Stadt Tuttlingen gemeinsam mit der Abfallwirtschaft des Landkreises durchführt. Ziel ist es, illegale Müllablagerungen einzudämmen und den Reinigungsaufwand zu verringern.
Müllsünder müssen 178,50 Euro bezahlen
Dass die Kameras nicht nur abschreckend wirken, zeigen zwei Fälle, in denen Verursacher identifiziert werden konnten. Die Betroffenen hatten ihre Fahrzeuge an den Containern abgestellt und Kartons sowie Säcke aus den Kofferräumen neben den Altglasbehältern abgeladen.
Dabei wurden sie von den Kameras erfasst. Anhand der Aufnahmen konnten die Verantwortlichen identifiziert werden. Wenige Tage später erhielten sie jeweils einen Bußgeldbescheid über 150 Euro. Hinzu kamen Gebühren und Auslagen in Höhe von 28,50 Euro. Insgesamt mussten die beiden Müllsünder somit jeweils 178,50 Euro bezahlen.
An den überwachten Standorten weisen entsprechende Hinweise auf die Videoüberwachung hin.
Deutlich weniger Müll neben den Altglascontainern
Die Bilanz nach gut einem Jahr fällt nach Angaben der Stadt positiv aus. Vor der Installation der Kameras wurden an manchen Containern nahezu jede Nacht Abfälle abgestellt. Häufig blieb es nicht bei Altglas: Neben vollen Glascontainern sammelten sich Kartons, Säcke und weiterer Müll.
Besonders bei Regen entstanden dadurch starke Verschmutzungen, die anschließend vom städtischen Bauhof auf Kosten der Steuerzahler beseitigt werden mussten.
Inzwischen entdecken die Reinigungskräfte nur noch maximal ein- bis zweimal im Monat eine Tüte mit Altglas oder vereinzelt Porzellan neben den überwachten Containern. Aufgrund des geringeren Müllaufkommens kann der Turnus der routinemäßigen Reinigungen reduziert werden.
Stadt Tuttlingen prüft weitere Videoüberwachung
Nach den positiven Erfahrungen mit dem Pilotprojekt prüft die Stadt Tuttlingen, ob weitere Altglascontainer mit Kameras ausgestattet werden können. Insgesamt gibt es im Stadtgebiet rund 20 entsprechende Containerstandorte.
Eine Ausweitung ist allerdings nicht ohne Weiteres möglich. Bereits die Überwachung der beiden bisherigen Standorte war nur im Rahmen des gemeinsamen Pilotversuchs mit dem Landkreis zulässig. Zudem musste für jeden Standort aus Datenschutzgründen eine genaue Begründung vorgelegt werden.
Die Stadt untersucht deshalb, an welchen weiteren Standorten und unter welchen Voraussetzungen das Modellprojekt sinnvoll ergänzt werden könnte. Eine Entscheidung über zusätzliche Kameras steht noch aus.
(Quelle: Stadt Tuttlingen)
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Was bedeutet das?Transparenz
- Erstmals veröffentlicht
- 23.10.2026, 11:47 Uhr





