Ein neuer Kollege auf vier Pfoten Therapiehund „Idefix“ stärkt Genesung im Klinikum Tuttlingen

Therapiehund „Idefix“ stärkt Genesung im Klinikum Tuttlingen
Sie freuen sich, dass „Idefix“ auf der Station D3 seinen Dienst als Therapiehund aufgenommen hat: (von links) Chefärztin Dr. Karin Schoser, Melanie Nakoinz, Leitende Oberärztin Claudia Teichmann und Stationsleitung Carmen Laible. (Bild: Klinikum Landkreis Tuttlingen)
WOCHENBLATT
WOCHENBLATT

Seit Kurzem gibt es im Klinikum Landkreis Tuttlingen (KLT) einen ungewöhnlichen Mitarbeiter: den dreijährigen Mischlingsrüden „Idefix“. Einmal pro Woche kommt er gemeinsam mit seinem Frauchen Melanie Nakoinz zur Arbeit – offiziell als Therapiehund der Altersmedizin. Mit seinem speziellen Geschirr und Namensschild ist er deutlich als solcher zu erkennen – und genießt eine Sondergenehmigung im ansonsten hundefreien Krankenhaus.

Therapeutische Wirkung wissenschaftlich belegt

Therapiehunde wie Idefix sind mehr als nur gern gesehene Besucher: Im Gegensatz zu sogenannten Besuchshunden, die vor allem soziale Kontakte fördern, sind Therapiehunde fest in therapeutische Abläufe eingebunden. Sie unterstützen gezielt über mehrere Wochen hinweg den Behandlungsprozess. Studien und Erfahrungen belegen, dass Hunde die Therapie positiv beeinflussen können – sie ersetzen keine menschlichen Therapeuten, ergänzen aber deren Arbeit auf einzigartige Weise.

Von der Hundeschule ins Krankenhaus

Pflegefachkraft Melanie Nakoinz bemerkte bereits früh, dass ihr quirliger Idefix eine geistige Herausforderung suchte. Nach einer bestandenen Wesensprüfung wurde er in der Hundeschule von Tiertrainer Mathias Mück in Löffingen professionell zum Therapiehund ausgebildet.

Offene Türen bei der Chefärztin

Auf Station D3, wo Nakoinz arbeitet, stieß sie mit ihrem Wunsch, Idefix einzusetzen, bei Chefärztin Dr. Karin Schoser sofort auf Zustimmung. Diese hatte bereits positive Erfahrungen mit Therapiehunden gemacht – insbesondere bei dementen Patienten. „Der Kontakt zu einem Hund kann erstaunliche Reaktionen auslösen“, so Schoser. „Das schafft kein Mensch.“ Sie freut sich besonders, dass der neue Therapiehund „aus den eigenen Reihen“ stammt.

Einfühlsamer Begleiter mit nachhaltiger Wirkung

Der Kontakt zu Hunden wie Idefix wirkt aktivierend und mobilisierend. Sprache und Motorik werden spielerisch trainiert. Hunde erkennen Stimmungen intuitiv und begegnen den Menschen ohne Vorbehalte – das spendet Trost und Nähe. Idefix besucht dabei nur Patienten, die Hunde mögen und sich über seine Gesellschaft freuen. Das Besuchsprogramm wird individuell abgestimmt – mit viel Einfühlungsvermögen und Erfahrung von Melanie Nakoinz. Und zum Dank gibt’s für Idefix natürlich einen Hundekeks.

(Quelle: Klinikum Landkreis Tuttlingen)