Kursteilnehmende in Sigmaringen erlernen den richtigen Umgang mit Streuobstbäumen

Fachwart Herbert Voggel erläutert den Teilnehmenden, wie Streuobstbäume richtig gepflegt werden.
Fachwart Herbert Voggel erläutert den Teilnehmenden, wie Streuobstbäume richtig gepflegt werden. (Bild: Landkreis Sigmaringen)

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Die Streuobstbestände im Landkreis Sigmaringen liefern nicht nur regionales, gesundes Obst, sondern bieten auch Lebensraum für viele Pflanzen- und Tierarten. Sie prägen das Landschaftsbild und sind insbesondere im Frühling eine blühende Augenweide.

Ohne regelmäßige Pflege verbuschen Streuobstwiesen jedoch, die Bäume vergreisen und typische Arten verschwinden. Wie Streuobstbäume richtig geschnitten werden, war deshalb erneut Thema in einem Kurs des Sigmaringer Landratsamts.

Ausgerichtet wurde der Workshop vom Sachgebiet Naturschutz in Zusammenarbeit mit Herbert Voggel von der Gartenbauakademie Biberach, einem vom Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg (LOGL) geprüften Fachwart für Obstbau und Garten. Nachdem der Kurs im vergangenen Jahr schnell ausgebucht war, wurde bei der Neuauflage ein weiterer Praxistag angesetzt, sodass weitere Interessenten daran teilnehmen konnten.

Was zunächst in der Theorie gemeinsam besprochen wurde, setzten die 38 Teilnehmenden an drei Praxistagen auf diversen Streuobstwiesen im Landkreis Sigmaringen in die Tat um. Drei Kleingruppen wurden jeweils von geschultem Personal einzeln betreut und angewiesen.

Bei strahlendem Sonnenschein verpassten sie jungen Bäumen am Illmensee einen Erziehungsschnitt, verwiesen „triebige Halbstarke“ in Zielfingen in ihre Schranken und nahmen einigen Altbäumen in Rulfingen etwas Gewicht. Die Baumkronen wurden wieder für Sonne und Luft geöffnet. Nach einem langen, arbeitsreichen Tag mit viel Input wurde beim selbstgemachten Apfelsecco des Kursleiters der Feierabend eingeläutet.

(Pressemitteilung: Landkreis Sigmaringen)