Sicher unterwegs zum Schulstart Sigmaringen warnt vor Elterntaxis

Sigmaringen warnt vor Elterntaxis
Ob zu Fuß, mit dem Rad oder Roller: Zum Schulstart bittet die Stadt Sigmaringen um besondere Rücksicht auf Kinder im Straßenverkehr. (Symbolbild: romrodinka/iStock / Getty Images Plus)
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Zum Schulstart am 14. September ruft Sigmaringen zu besonderer Rücksicht auf Kinder auf. Elterntaxis können die Situation vor Schulen gefährlicher machen.

Besonders für Schulanfänger ist der Schulweg noch ungewohnt. Kinder nehmen den Straßenverkehr anders wahr als Erwachsene: Sie können Geschwindigkeiten und Entfernungen noch nicht zuverlässig einschätzen, lassen sich leichter ablenken und werden aufgrund ihrer Körpergröße zwischen parkenden Fahrzeugen häufig erst spät gesehen.

Am 14. September 2026 beginnt in Baden-Württemberg das neue Schuljahr. Dann sind auch in Sigmaringen wieder viele Kinder und Jugendliche auf den Straßen unterwegs. Die Stadt und die Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußverkehrsfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) bitten deshalb alle Verkehrsteilnehmer um erhöhte Aufmerksamkeit und ein rücksichtsvolles Miteinander.

Aufmerksamkeit schafft Sicherheit

Für Autofahrer gilt insbesondere an Schulen, Kindertagesstätten, Bushaltestellen und Querungsstellen: Geschwindigkeit reduzieren, aufmerksam bleiben und jederzeit bremsbereit sein. Gehwege, Radwege und Sichtachsen müssen freigehalten werden. Auch Radfahrer und Nutzer von E-Scootern sollten dort ihre Geschwindigkeit anpassen und ausreichend Abstand halten.

Viele Eltern entscheiden sich aus Sicherheitsgründen dafür, ihre Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen. Durch diese „Elterntaxis“ wird die Verkehrssituation vor der Schule jedoch unübersichtlich und gefährdet Kinder, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen.

Eltern sollten sich deshalb gut überlegen, ob das Elterntaxi tatsächlich notwendig ist. Wer sein Kind mit dem Auto bringt, sollte zumindest nicht unmittelbar vor dem Schuleingang halten oder wenden. Besser ist es, das Fahrzeug in einiger Entfernung abzustellen und das letzte Stück gemeinsam zu Fuß zurückzulegen.

Schulweg gemeinsam vorbereiten

Ein selbstständig zurückgelegter Schulweg fördert Bewegung, Orientierung und Selbstvertrauen. Eltern können ihre Kinder gezielt darauf vorbereiten. Dabei empfiehlt es sich zunächst, den sichersten Weg auszuwählen. Nicht immer ist die kürzeste Strecke auch die beste. Möglichst ruhige Straßen, Gehwege, Ampeln und sichere Querungsstellen sollten bevorzugt werden.

Anschließend sollte der Schulweg mehrmals zu den üblichen Schulzeiten gemeinsam zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. So erleben Kinder die tatsächliche Verkehrssituation. An Einfahrten, Kreuzungen, parkenden Fahrzeugen und Bushaltestellen können Eltern erklären, worauf besonders zu achten ist.

Beim gemeinsamen Üben kann das Kind zudem selbst zeigen und erklären, wo es wartet, schaut oder die Straße überquert. Dadurch erkennen Eltern, ob die wichtigsten Regeln verstanden wurden.

Die Selbstständigkeit lässt sich anschließend schrittweise erweitern. Zunächst können Eltern mit etwas Abstand folgen. Später kann das Kind den Weg gemeinsam mit anderen Kindern und schließlich allein zurücklegen. Entscheidend ist dabei nicht unbedingt das Alter, sondern ob das Kind den Weg sicher beherrscht.

Auch sogenannte Laufbusse oder Fahrradbusse können den Einstieg erleichtern. Dabei gehen oder radeln mehrere Kinder gemeinsam zur Schule. Ob bereits entsprechende organisierte Gruppen vorhanden sind, können Eltern bei der jeweiligen Schule erfragen.

Einsatz für sichere Rad- und Fußwege

Sigmaringen ist Mitglied der AGFK-BW. Gemeinsam setzen sich die Mitglieder für sicheren und komfortablen Rad- und Fußverkehr ein. Dafür hat Sigmaringen in den vergangenen Jahren unter anderem Projekte wie das Stadtradeln umgesetzt.

Weitere Informationen zum Rad- und Fußverkehr in Sigmaringen gibt es unter sigmaringen.de.

Die Stadt und die AGFK-BW wünschen allen Schülerinnen und Schülern einen guten und sicheren Start in das neue Schuljahr.

Die AGFK-BW ist ein Netzwerk aus rund 120 Landkreisen, Städten und Gemeinden. Mit ihrer Vision 2030 setzt sie sich dafür ein, dass aktive Mobilität als Basismobilität so einfach, sicher und bequem ist, dass Fuß und Rad die erste Wahl sind. Bei den Mitgliedskommunen steht aktive Mobilität für ein faires Miteinander aller und eine konsequent verfolgte Vision-Zero-Strategie.

(Quelle: Stadtverwaltung Sigmaringen)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.