Zum Inhalt springen
Werbemöglichkeiten
Stellenmarkt

Historisches Erbe digital Neue Website informiert über den Weingartener Vertrag und den Bauernkrieg

Lesezeit 1 Minute
Das Denkmal auf dem Münsterplatz in Weingarten erinnert seit Mai 2025 an den Weingartener Vertrag von 1525. Eine neue Website bietet nun vertiefende Informationen zu einem bedeutenden Ereignis des Bauernkriegs.
Das Denkmal auf dem Münsterplatz in Weingarten erinnert seit Mai 2025 an den Weingartener Vertrag von 1525. Eine neue Website bietet nun vertiefende Informationen zu einem bedeutenden Ereignis des Bauernkriegs. (Bild: Marius Hartinger)

Eine neue Internetseite bietet vertiefende Einblicke in den Weingartener Vertrag von 1525. Fachleute beleuchten die Hintergründe, Folgen und Bedeutung des historischen Ereignisses.

Seit Mai 2025 erinnert auf dem Münsterplatz in Weingarten ein Denkmal an den „Weingartener Vertrag“ vom 17./22. April 1525. Das historische Ereignis gilt als prägendes Kapitel des Bauernkriegs. Ergänzend dazu steht nun die neue Internetseite www.denkmal-weingartener-vertrag.de zur Verfügung, die weiterführende Informationen und unterschiedliche Perspektiven auf die damaligen Geschehnisse bietet.

Dem Vertrag gingen schriftliche Forderungen der Bauern nach mehr Freiheit und der Abschaffung der zunehmend belastenden Leibeigenschaft voraus. Nachdem diese Forderungen vor Gericht abgewiesen worden waren, kam es vielerorts zu Aufständen. Während zahlreiche Erhebungen gewaltsam niedergeschlagen wurden, gelang im südlichen Oberschwaben nach Scharmützeln eine Einigung zwischen den Konfliktparteien.

Wissenschaftliche Einblicke in den Bauernkrieg

Historikerinnen und Historiker bewerten den „Weingartener Vertrag“ bis heute unterschiedlich. Erste Informationen vermittelt die Texttafel am Denkmal nahe der Tourist-Information. Über einen dort angebrachten QR-Code gelangen Besucher direkt auf die neue Website.

Fünf Wissenschaftler und Professoren widmen sich dort zentralen Fragen rund um den Bauernkrieg und den Vertrag. Sie beleuchten unter anderem die Ursachen der bäuerlichen Unzufriedenheit, die religiöse Begründung der Freiheitsforderungen, die besondere Entwicklung in Weingarten sowie die kurz- und langfristigen Folgen der Vereinbarung. Auch die Frage, inwieweit sich in den Forderungen der Bauern bereits Gedanken heutiger Menschenrechte erkennen lassen, wird behandelt.

Eigene Gedanken einbringen

Die Website soll dazu anregen, Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Auch der Künstler Marbod Fritsch versteht sein Denkmal als Impuls zum Nachdenken und Diskutieren. Unter der Rubrik „Mitreden“ können Besucherinnen und Besucher eigene Gedanken zum Denkmal oder zum „Weingartener Vertrag“ teilen.

(Quelle: Stadt Weingarten)

Schlagwörter

Transparenz

Erstmals veröffentlicht
11.06.2026, 08:39 Uhr
Letzte Aktualisierung
11.06.2026, 08:51 Uhr
Entstehung
Mit Unterstützung eines KI-Systems, redaktionell geprüft

Mehr zum Thema und aus der Region Ravensburg