Hoher Sachschaden Mehrere Tiere sterben bei Großbrand in Baindt

Mehrere Tiere sterben bei Großbrand in Baindt
Mehrere Tiere sind am frühen Dienstagmorgen bei einem Brand in Baindt verendet. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz. (Bild: Reinert / Wochenblatt)

In Baindt-Marsweiler läuft seit den frühen Morgenstunden ein Großeinsatz der Feuerwehr. Auf einem landwirtschaftlichen Anwesen am Ortsrand ist ein Feuer ausgebrochen. Das Hauptgebäude brennt vollständig nieder und stürzt ein. Rund 150 Einsatzkräfte sind an der Brandstelle im Einsatz.

Die Meldung über den Brand geht gegen 3.22 Uhr bei den Einsatzkräften ein. Als die Feuerwehr wenige Minuten später am Einsatzort eintrifft, steht das Gebäude bereits in voller Ausdehnung in Flammen, berichtet Matthias Lessig, Pressesprecher der Feuerwehren im Landkreis Ravensburg.

Bei dem Anwesen handelt es sich nach Angaben der Feuerwehr um ein größeres landwirtschaftliches Anwesen mit insgesamt fünf Gebäudeteilen. Dazu gehören eine Garage, ein Hauptgebäude sowie mehrere Lagergebäude. Vier Gebäudeteile sind vom Brand betroffen. Das Hauptgebäude brennt vollständig ab und stürzt ein. Weitere Gebäudeteile sind teilweise betroffen, können jedoch erhalten werden.

Drei Kälber und zwei Pferde verendet

Auf dem Anwesen befinden sich Heulager und Stallgebäude. In den Stallungen sind nach Angaben der Feuerwehr etwa 24 bis 25 Tiere untergebracht. Rund 20 Tiere können gerettet werden. Nach Angaben der Polizei sind drei Kälber und zwei Pferde verendet. Zudem wird ein Rind verletzt.

Nach aktuellem Stand wurden keine Personen verletzt.

Rund 150 Einsatzkräfte im Einsatz

Der Großeinsatz bindet zahlreiche Feuerwehrkräfte aus Baindt und dem Umland. Nach Angaben von Matthias Lessig sind derzeit rund 150 Einsatzkräfte vor Ort. Auch Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes sind im Einsatz, unter anderem zur medizinischen Absicherung und Betreuung. Das Feuer ist inzwischen unter Kontrolle. Die Einsatzarbeiten sind damit jedoch noch nicht abgeschlossen. „Die Nachlöscharbeiten werden sich sicher noch einige Stunden ziehen“, erklärt Lessig. Von den Maltesern befand sich die Psychosoziale Notfallversorgung im Einsatz.

Der am stärksten betroffene Gebäudeteil ist vollständig bis auf die Grundmauern niedergebrannt beziehungsweise eingestürzt. Eine noch stehende Giebelwand soll aus Sicherheitsgründen abgerissen werden.

Am Morgen danach sind die Schäden deutlich sichtbar. Einsatzkräfte der Feuerwehr löschen noch immer Glutnester ab.
Am Morgen danach sind die Schäden deutlich sichtbar. Einsatzkräfte der Feuerwehr löschen noch immer Glutnester ab. (Bild: Reinert / Wochenblatt)

Wasserversorgung als Herausforderung

Eine besondere Herausforderung bei dem Großbrand ist die Wasserversorgung. Bei Bränden dieser Größenordnung sei die Versorgung mit ausreichend Löschwasser immer schwierig, erklärt Lessig.

Zunächst wird die Wasserversorgung über wasserführende Fahrzeuge und Feuerwehren sichergestellt. Im weiteren Verlauf werden mehrere Schlauchleitungen über lange Wegstrecken aufgebaut. Auch Landwirte unterstützen die Einsatzkräfte: Sie bringen mit Vakuumfässern Wasser zur Einsatzstelle.

Schaden von rund 1,5 Millionen Euro

Nach Angaben der Polizei entsteht durch den Brand ein Sachschaden von rund 1,5 Millionen Euro. Die Ursache des Feuers ist derzeit noch ungeklärt.

Die Einsatzmaßnahmen an der Brandstelle werden noch mehrere Stunden andauern.