In Zußdorf steppte am vergangenen Samstag, 17. Mai 2025, der Bär. Zur Premiere der Serie Tschappel, wurde der Rote Teppich ausgerollt. Das Publikum war hin und weg, ein Zeichen, dass sich die Zuschauer bei ZDFneo auf eine mit Humor gewürzte und liebevoll hergestellte Serie aus Oberschwaben freuen dürfen.
Die Gäste wurden bei der Einladung gebeten, sich schick zu machen. Die Männer hatten sich schwer ins Zeug gelegt, konnten aber den Damen nicht die Show stehlen. Gut gelaunt und lachend schritten die geladenen Gäste über den Roten Teppich und lächelten in die vielen Kameras. Vor dem offiziellen Programmteil konnten sie sich mit Getränken und einer interessanten Speisenauswahl für die kommenden Stunden stärken. Die Schauspielerin Nina Gnädig, Bernd Gnann und der Hauptdarsteller Jeremias Meyer (Tschappel) stellten sich geduldig den Interviews.
Eines war schon vor den Filmen spürbar, Oberschwaben können etwas und die Menschen auf dem Dorf sowieso. Die Begrüßungen unter- und die Gespräche miteinander vermittelten auf Beobachter den Eindruck, dass diese Dörfler eine eingeschworene Gemeinschaft sind.

Ein grandioses Heimspiel konnten die Cousins Marius Beck (Drehbuch) und Paul Beck (Produzent) feiern. Die beiden Zußdorfer hatten 2021 zusammen die Apollonia Film GmbH in München gegründet. Mit der Serie Tschappel, die weitgehend in Zußdorf und Umgebung spielt, zeigen die jungen Filmemacher, wie sehr sie ihrer Heimat verbunden sind und diese auch lieben. Entsprechend frenetisch war der Applaus, als Marius Beck die Gäste im proppenvollen Gemeindehaus begrüßte.
Zum Auftakt des Programms flimmerte die erste Folge der Serie über die Leinwand. Der Titel „Mehr Schwein als Sein“, übertraf alle Erwartungen der Gäste. Von der ersten Sekunde an verfolgten sie gebannt das Geschehen und reagierten mit Jubel, Lachen und Applaus auf die Szenen. Natürlich wäre es jetzt einfach, den Inhalt dieses ersten Teils zu beschreiben. Machen wir nicht! Auch unsere Leser sind aufgerufen sich das Vergnügen zu leisten, um selbst in die Welt von Hintervorderbach einzutauchen. Nur so viel sei verraten: Es gibt viele Möglichkeiten in Schwierigkeiten zu geraten und scheinbar keine lässt Tschappel aus. Er, seine Kumpels BlaBla (Sebastian Doppelbauer), Aydin (David Ali Rashed, sein Schwarm Pia (Mina-Giselle Ruffer) und Tante Gabi (Nina Gnädig) täuschen notgedrungen einen Wildunfall vor. Niemandem sei angeraten, bei einem eigenen „Wildunfall“ diese aberwitzigen Ideen zur Beweisbeschaffung umzusetzen. Und es kommt, wie es kommen muss, die Aktion geht voll in die Hose. Der Papa von Tschappel (Bernd Gnann) grollt und seine Mama (Bärbel Stolz) verschlägt es ob des Geschehens die Sprache.
Mit drei weiteren Folgen wurden die Gäste verwöhnt. D’Gallerie erinnerte nach der zweiten Folge mit einem Sketch humorvoll an das „Liebesleben“ von Jung und Alt unter einem Dach. Mit einer großen After-Show-Party endete ein für die Gäste unvergesslicher Abend, der Begehrlichkeiten auf mehr weckte. Wie heißt es so schön: Nach Tschappel, ist vor Tschappel! Eine weitere Staffel ist schon für das nächste Jahr geplant.