Studierende der DHBW beschäftigen sich mit der Löschung von Waldbränden

Das Team FireF(l)ighter: Sabrina Scheible, Tristan Wiegner, Markus Fischer, Hannah Feiler und Maren Traber.
Das Team FireF(l)ighter: Sabrina Scheible, Tristan Wiegner, Markus Fischer, Hannah Feiler und Maren Traber. (Bild: DHBW)

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Bei der diesjährigen Design Challenge des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) waren auch zwei studentische Teams vom Technikcampus Friedrichshafen der DHBW Ravensburg mit dabei. Die Aufgabe beschäftigt sich mit dem Problem von Waldbränden.

Die Studierenden sollten einen ganzheitlichen Ansatz für das Zusammenwirken einer Flotte von Löschflugzeugen liefern, die mindestens 11.000 Liter Wasser bei einem Löschangriff innerhalb von 24 Stunden an den Einsatzort transportieren. Sechs Teams präsentieren der Jury ihre Arbeiten dazu in Hamburg.

Beachtliche Impulse gesetzt

„Die aktuellen Medienberichte über den Klimawandel und den damit verstärkt auftretenden Waldbränden führen uns vor Augen, wie wichtig es ist, zu handeln“, sagt Dr. Markus Fischer, DLR-Bereichsvorstand Luftfahrt und Juryvorsitzender der DLR Design Challenge. „Die Studierenden im Wettbewerb haben durch ihr Engagement beachtliche Impulse gesetzt, wie eine hochwirksame Waldbrandbekämpfung aussehen könnte. Gewinner sind dabei alle Teilnehmenden, die die Erfahrung mitnehmen, sich im Team einem Wettbewerb zu stellen und gemeinsam die persönliche Leistung zu erbringen.“

Sportliche Aufgabenstellung

Die Aufgabenstellung war, eine Flotte von Luftfahrzeugen für die Indienststellung bis zum Jahr 2030 zu konzipieren, die zusammen mindestens 11.000 Liter Wasser in einem einzigen Löschangriff an einen Brandort liefern kann. Die Anzahl der Flugzeuge und deren jeweilige Nutzlast blieb den Teams überlassen und sollte Teil des Betriebskonzepts sein.

FireF(l)ighter ist eine Kombination aus Hub- und Tragschrauber.
FireF(l)ighter ist eine Kombination aus Hub- und Tragschrauber. (Bild: DHBW)

Kurze Start- und Landefähigkeit wichtig

Die Vehikel müssen Wasser aus nahen Wasserquellen wie Seen, Flüssen oder Meeren aufnehmen können und dabei kleine oder von Bäumen umgebene Gewässer zu erreichen. Dies erfordert sehr kurze Start- und Landefähigkeiten. Jedes Luftfahrzeug muss entweder von einer Person an Bord, vom Boden aus oder gar hochautomatisiert gesteuert werden können und sowohl nachts als auch bei schlechten Sichtverhältnissen starten, landen und Wasser aufnehmen können.

Weitere Verwendungszwecke im Fokus

Das Ziel war es, die innerhalb von 24 Stunden zum Brandort transportierte Wassermenge zu maximieren. Die einzelnen Flugzeuge sollten so aufgebaut sein, dass sie auch als Passagier- oder Frachttransportvariante produziert werden können. Außerdem sollten neben der Waldbrandbekämpfung auch weitere Verwendungszwecke für die Löschflugzeuge betrachtet werden.

(Quelle: DHBW)