Es ist angerichtet: Vom 16. bis 20. Oktober bieten rund 550 Aussteller viel mehr als Gurkenhobel, Matratzen, Weine oder Nähmaschinen an. Die Auswahl in Ravensburg ist riesengroß. Die agraria Oberschwaben ist wieder am Start und neu ist die Bio-Markthalle.
Die apfelgrünen Messe-Plakate, die von Vorarlberg bis an die Donau, vom Allgäu bis nach Baden aufgestellt werden, kündigen auf die beliebte Oberschwabenschau hin. Mit einem freundlichen Lächeln wollen der Koch Jörg Holzschuh, Laura Bernhard (gelernte Erzieherin mit Liebe zur Landwirtschaft) und der angehende Elektriker Adam Csintalan hinweisen.
„Wir mögen es bodenständig“
Jedes Jahr im Frühsommer sucht die Oberschwabenschau nach Freiwilligen, die sich als Plakatmodel für die Messe fotografieren lassen wollen. Das Interesse ist immer groß. Einmal soll es sogar einen Heiratsantrag gegeben haben, so Messe-Chef Stephan Drescher von der RVG (Ravensburger Veranstaltungsgesellschaft mbH). Er setzt seit vielen Jahren auf die Werbewirkung von sympathischen Leuten von nebenan. „Wir wollen keine Hochglanz-Motive, wir mögen es bodenständig. Das passt einfach auch besser zur Oberschwabenschau.“
Die Verkürzung auf fünf Messetage soll zu einer starken Belebung des großen Marktplatzes der Region führen. In 17 Messehallen kommen die Besucher aus dem Staunen nicht mehr heraus. Das sind rund 17.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche, plus etwa 20.000 Quadratmeter im Freigelände. Dazu gehört natürlich auch die agraria Oberschwaben. „Die Regionen Allgäu-Oberschwaben, Bodenseekreis und Schwäbische Alb sind geprägt durch eine große Vielfalt an Futterbau-, Sonderkultur-, und Viehhaltungsbetrieben. Ravensburg ist im Oktober seit jeher der Treffpunkt für die land- und forstwirtschaftliche Branche“, so Drescher.
„Unsere Landwirtschaft ernährt Oberschwaben“
Auf der Oberschwabenschau gibt es nicht nur jedes Jahr aufs Neue viel zu entdecken, hier sollen auch Stadt- und Landmenschen miteinander ins Gespräch kommen. Fragen, woher beispielsweise das Essen kommt und was genau die Landwirte hier in der Region produzieren können, kann direkt vor Ort geklärt werden. Obendrauf gibt es unzählige Genussmomente und Versucherle. Ein Magnet hierzu ist die Halle „Der Grüne Pfad“. Das neue Zuhause der Sonderschau ist die Halle 11. Das Team des Ravensburger Landwirtschaftsamtes lässt sich jedes Jahr ein neues Thema einfallen, das gut verständlich beleuchtet wird. 2024 im Fokus: „Unsere Landwirtschaft ernährt Oberschwaben“.
Unser Ländle ist im nationalen Vergleich das bedeutendste Bundesland für Baumobst wie Äpfel, Kirschen und Zwetschgen. Hier in der Region Bodensee-Oberschwaben werden jährlich etwa 17-mal so viele Äpfel angebaut, wie vor Ort verbraucht werden. Mit Äpfeln von hier werden auch Menschen in vielen anderen Teilen Deutschlands versorgt.
Hochzeitssuppe und sündhaft leckere Kuchen
Wofür die Sonderschau „Der grüne Pfad“ ebenfalls seit vielen Jahren beliebt ist, sind die hausgemachten Delikatessen der Landfrauen des Kreisverbands Ravensburg. Ob Hochzeitssuppe, frische Salate oder Kuchen und Torten – hier kann nach Herzenslust geschlemmt werden und auf der Bühne nebenan gibt es interessante Veranstaltungen und zünftige Musik. Schlagerfreunde werden sich freuen. Mit von der Partie ist in diesem Jahr Anita Hofmann, lange Jahre bekannt als Teil der „Geschwister Hofmann“. Sie ist nun solo unterwegs und erzählt auf der Oberschwabenschau Neuigkeiten aus ihrem Leben.
Erstmals organisiert die Messe dieses Jahr eine eigene Bio-Markthalle. Über 30 Bio-Betriebe aus der Region zeigen sich an Messeständen in der neu gestalteten Halle 8 – gegenüber der Eissporthalle. Die Betriebe kommen aus Ravensburg, aus Biberach und aus der Region Bodensee. Hier kann man auch essen gehen: Es gibt beispielsweise Bio-Pizza und Bio-Catering. Mit der neuen Halle wollen die Messe-Macher viele verschiedene Zielgruppen ansprechen.
Alleine hin – mit einem Ausbildungsvertrag zurück?
Alles neu macht der Oktober: Dieses Jahr wird es auf der Oberschwabenschau auch ein Angebot für junge Leute am Ende ihrer Schulzeit geben: Sie können am 16. Oktober zum „Tag der Ausbildung“ (Halle 14) aufs Messegelände kommen und sich dort gezielt über verschiedene Ausbildungsberufe informieren. Hierzu sind Klassen aus rund 50 Schulen der Region eingeladen. Zusammen mit Industrie- und Handelskammer (IHK) Bodensee-Oberschwaben, Kreishandwerkerschaft Ravensburg und Handwerkskammer Ulm wird ein tolles Bühnenprogramm auf die Beine gestellt.
Eine Tour übers Messegelände rundet den Tag für die Schüler ab, heißt es von den Veranstaltern. Viele Ausbildungsbetriebe sind auf der Messe präsent. An Messeständen bekommen die Schüler nützliche Infos rund um die jeweiligen Ausbildungs-Angebote. Sie können auch direkt Kontakte knüpfen. „Wer weiß, vielleicht führt unser ‚Tag der Ausbildung‘ ja zu einem Praktikum oder sogar einem Ausbildungsvertrag“, sagt Lena Lorenz aus dem Messe-Team. Sie hat den „Tag der Ausbildung“ gemeinsam mit Kreishandwerkerschaft, Handwerkskammer und IHK organisiert.
Wer Infos zum „Tag der Ausbildung“ möchte oder eine Schulklasse anmelden, kann sich direkt beim Messe-Team melden: einfach eine E-Mail senden an [email protected] oder unter Tel. 0751 / 99 99 11-23 anrufen.
Kombi-Ticket mit Messe, Bahn und Bussen
„Mit einem Online-Ticket spart man Zeit“, sagt der Messechef. Denn beim Messe-Einlass ist man mit einem Online-Ticket schnell drin. Man zeigt es auf dem Handy vor oder bringt es ausgedruckt mit. „Natürlich können die Besucher auch weiterhin direkt auf der Messe die Tickets kaufen, wie gehabt“. An jedem Messe-Tor gibt es auch Kassen.
Zum zweiten Mal bietet die Oberschwabenschau dieses Jahr ein Kombi-Ticket mit dem Verkehrsverbund Bodo. Wer so ein Ticket kauft, bekommt Hinfahrt, Rückfahrt und den Tages-Eintritt zur Messe. Aus dem gesamten Gebiet des Verkehrsverbunds Bodo wird die Anreise mit Bahn und Bus dadurch besonders bequem und besonders günstig. Für die Kombi-Tickets wird das Bodo-Gebiet in zwei Preis-Zonen eingeteilt.
Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kommt, braucht keinen Parkplatz zu suchen, denn direkt beim Messegelände gibt es meist keine freien Parkplätze. Wer dennoch mit dem Auto zur Oberschwabenschau anreist, sollte die ausgeschilderten Park-and-Ride-Parkplätze (P&R) ansteuern, empfiehlt der Messechef: „Da findet man garantiert immer einen kostenlosen Parkplatz. Und dann einfach in den kostenlosen Messe-Bus steigen – der bringt einen direkt zum Messe-Tor“.
Bürgerempfang und Traktorparcours
- Traktor-Fahren für Jedermann mit kleinen Traktoren, die leicht zu steuern sind und mit denen man einen Geschicklichkeits-Parcours absolvieren kann
- Die Stadt Ravensburg lädt zum Bürgerempfang auf die Oberschwabenschau ein. Er ist am Samstag, 19. Oktober. Die Tickets dafür vergibt die Stadt selbst. Als Redner kommt der baden-württembergische Landwirtschaftsminister Peter Hauk.
- Traditionelle Bauerkundgebung am Sonntag, 20. Oktober, 10 Uhr. Hauptrednerin ist die bayerische Landesbäuerin Christine Singer, Europa-Abgeordnete der Freien Wähler.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise
Die Öffnungszeiten sind von Mittwoch bis Sonntag, täglich von 9 bis 18 Uhr. Alle Informationen über das Gesamtprogramm, zum Messegelände, Anfahrt und Parken, Ticketermäßigungen und mehr gibt es unter www.oberschwabenschau.de.
- Erwachsene (ab 18 Jahre) 11 EUR
- Jugendliche (15-17 Jahren) 7 EUR
- Kinder (6-14 Jahren) 5 EUR
- Familien-Ticket: 25 EUR
- Mini-Familie: 14 EUR
Bereits zum dritten Mal findet die land- und forstwirtschaftliche Fachmesse agraria zeitgleich mit der großen Oberschwabenschau statt. Die Eintrittskarten gelten für beide Veranstaltungen.






