Das Berufliche Übergangsmanagement in Ravensburg begleitet Menschen mit psychischen Erkrankungen auf dem Weg in den Beruf. Nach Projektende sollen die Ansätze fortgeführt werden.
Seit dem Start im November 2021 wurden insgesamt 343 Menschen begleitet. Das von der Aktion Mensch geförderte Modellprojekt wird von der Arkade-Pauline 13 gemeinnützige GmbH in Kooperation mit dem ZfP Südwürttemberg getragen und endet nach knapp fünf Jahren am 31. August 2026.
„Im Mittelpunkt stand eine personenzentrierte Unterstützung, die Menschen mit psychischen Erkrankungen frühzeitig erreicht und gemeinsam mit ihnen passende berufliche Perspektiven entwickelt“, beschreibt Projektkoordinatorin Selina Löw die Zielsetzung.
Unterstützung beginnt bereits in der Klinik
Das Berufliche Übergangsmanagement (BÜM) unterstützt Menschen bereits während eines stationären oder teilstationären Aufenthalts dabei, berufliche Ziele zu klären, notwendige Schritte einzuleiten und geeignete Hilfsangebote zu finden.
Dazu gehören die Beratung bei sozialrechtlichen Fragen, Hilfe bei Anträgen und Formularen sowie Orientierung und Begleitung im komplexen Hilfesystem. Auch die Kontaktaufnahme zu relevanten Institutionen und Leistungsträgern ist Teil des Angebots.
Ein weiterer Bestandteil ist die enge Zusammenarbeit mit den verschiedenen Akteuren im regionalen Versorgungssystem. Durch den kontinuierlichen Austausch mit Kliniken, Kostenträgern, Integrations- und Inklusionsfachdiensten sowie weiteren Netzwerkpartnern können Übergänge besser gestaltet und Unterstützungsangebote miteinander verbunden werden.
343 Menschen seit Projektstart begleitet
„Die Projektentwicklung zeigt den hohen Bedarf an einer verbindenden Schnittstelle zwischen psychischer Gesundheit und beruflicher Teilhabe: Seit dem Projektstart im November 2021 wurden insgesamt 343 Menschen begleitet“, so Löw.
Die gesetzten Ziele konnten nach Angaben der Projektverantwortlichen in allen Projektjahren erreicht und das Angebot in der Region etabliert werden.
Erfahrungen fließen in Versorgung ein
Auch nach dem Ende der Projektlaufzeit bleiben die gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse erhalten. Die Ergebnisse des BÜM fließen künftig in die Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen des ZfP Südwürttemberg am Standort Weissenau ein. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere der Lebensbereich Arbeit.
Perspektivisch ist zudem eine zeitnahe Fortführung des Modellprojekts am Standort Weissenau geplant. Die entwickelten Ansätze sollen damit langfristig weitergeführt werden und Menschen mit psychischen Erkrankungen auch künftig auf ihrem Weg in Ausbildung und Beruf unterstützen.
(Quelle: ZfP Südwürttemberg)