Das Ravensburger Unternehmen Vetter möchte noch mehr für den Klimaschutz tun. Dafür wurden nun zusätzliche Photovoltaikanlagen installiert. Auch ein konkreter Fahrplan zur Klimaneutralität steht bereits.
Das Familienunternehmen aus Ravensburg ist einer der führenden Partner von weltweiten Pharmaunternehmen bei der Herstellung von lebenswichtigen Medikamenten. Nun möchte Vetter in Sachen Klimaneutralität weiterkommen. Am Standort Ravensburg-Erlen befinden sich insgesamt zirka 1.700 Photovoltaikmodule auf den Dachflächen der Hallen. Sie erzeugen genug Strom, um ein Zehntel des Energieverbrauchs des Standortes zu decken.
Ein bereits bestehendes Blockheizkraftwerk läuft zudem seit kurzem durch Biogas des benachbarten Hofes. Mit diesen Maßnahmen geht das Familienunternehmen die nächsten wichtigen Schritte in Richtung Klimaneutralität.
Der Aufwand lohnt sich
Die Produktion im Bereich der Pharmazie kostet viel Energie. Die Umstellung auf erneuerbare Energien gestaltet sich für das Unternehmen jedoch kompliziert. Seit mehreren Jahren arbeitet Vetter bereits am Auf- und Ausbau einer nachhaltigen Infrastruktur und investierte im vergangenen Jahr über eine Million Euro in erneuerbare Energien.
Doch die komplizierten Umbauten zahlen sich bereits aus: Mit der PV-Anlage und der Umrüstung auf Biogas werden rund 1.330 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart.
Geschäftsführer Thomas Otto erklärt: „Für die Qualität unserer Produktion und die Sicherheit der Menschen, die die Medikamente benötigen, ist eine stabile und sichere Energieversorgung unerlässlich. Deshalb ist es für uns eine besondere Herausforderung, den Energieverbrauch klimaneutral zu gestalten. Eine starke Energieinfrastruktur für grüne Energie ist ein wichtiger Schritt dafür.“
Verbindliche Klimaziele gemeinsam umsetzen
Das Unternehmen ist seit November Mitglied der „Science Based Targets Initiative“ (SBTi). Die Unternehmen innerhalb der SBTi verfolgen ein gemeinsames Ziel: Emissionen bis 2030 zu halbieren und bis 2050 klimaneutral zu werden. Vetter hat sich somit dem 1,5 Grad-Ziel verpflichtet.
Das Ravensburger Unternehmen legt hierzu einen konkreten Fahrplan vor. Dazu sagt Geschäftsführer Peter Sölkner: „Wie wir bei Vetter haben sich viele Unternehmen der Pharmabranche ehrgeizige Klimaziele gesetzt. Auch die Gesetzgeber setzen weltweit immer engere Grenzen für den CO₂-Ausstoß. Doch wir wollen immer einen Schritt weiter sein. Deshalb berücksichtigen die Vetter-eigenen Klimaziele bereits unser geplantes Unternehmenswachstum und den damit verbundenen Anstieg des Energieverbrauchs.“
Vetter wurde bereits mehrfach ausgezeichnet
Der Pharmadienstleister wurde für seine ehrgeizigen Ziele bereits mehrfach ausgezeichnet. Vor kurzem verlieh das Nachrichtenmagazin FOCUS dem Pharmadienstleister erneut das Siegel „Top-Klima-Engagement 2024“.
Damit steht das Familienunternehmen auf der Empfehlungsliste für Unternehmen, die sich besonders ambitioniert für das Klima einsetzen. Das gilt wohl auch für die Mitarbeiter: diese pflanzen demnächst gemeinsam mit ihren Familien rund 60 Bäume in und rund um Ravensburg.
Darüber hinaus konnte sich der Pharmadienstleister im November über den Umweltmanagement-Preis 2023 in der Kategorie „Beste Strategie zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung“ freuen. Dieser wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz verliehen.
(Quelle: Vetter Ravensburg)