Reiner Schuhenn spielt am 18. September um 19 Uhr ein Benefizkonzert in St. Jodok in Ravensburg. Die Spenden unterstützen krebskranke Menschen.
Das Konzert ist Teil des Jubiläumsprogramms zum 125-jährigen Bestehen des St. Elisabethen-Klinikums Ravensburg. Die Oberschwabenklinik und die Stiftung Deborah Gröner laden dazu in die Kirche St. Jodok ein.
Der gebürtige Ravensburger Reiner Schuhenn spielt am Freitag, 18. September, auf beiden Orgeln der Kirche und führt persönlich durch das Programm. Der Eintritt ist frei. Spenden zugunsten der Stiftung Deborah Gröner sind willkommen; am Ausgang stehen dafür Spendenkörbchen bereit.
Werke und Improvisationen an zwei Orgeln
Für den Abend hat Schuhenn ein Programm zusammengestellt, das die unterschiedlichen Möglichkeiten der beiden Orgeln von St. Jodok zur Geltung bringt. Zu hören sein werden Werke von Pepusch und Böhm sowie Improvisationen von Schuhenn selbst.
Der Organist wurde in Ravensburg geboren und studierte Schulmusik, Kirchenmusik, Germanistik und Philosophie in Stuttgart sowie Dirigieren und Orgel in Wien. Von 1999 bis 2021 war er Professor für Chor- und Orchesterleitung an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, deren Rektor er zeitweise war.
Als Dirigent leitet Schuhenn zahlreiche Ensembles. Er war Mitglied im Präsidium des Deutschen Musikrats und ist seit vielen Jahren Jurymitglied beim Deutschen Chorwettbewerb. Seit 2021 arbeitet er in der Geschäftsführung von Rieger Orgelbau in Schwarzach in Vorarlberg, seit 2026 leitet er den Ravensburger Bachchor.
Stiftung unterstützt Nachsorgeprogramm
Die Stiftung Deborah Gröner wurde vor 20 Jahren gegründet, als die Stifterin selbst mit einer Krebserkrankung konfrontiert war. Sie soll betroffenen Menschen neben der medizinischen Behandlung auch psychologische und soziale Unterstützung ermöglichen.
Inzwischen unterstützt die Stiftung auch ein neues Nachsorgeprogramm der Oberschwabenklinik für Menschen, die wegen eines Tumors am Enddarm operiert worden sind. Fortschritte in der Chirurgie ermöglichen es heute häufiger, bei diesen Operationen einen dauerhaften künstlichen Darmausgang zu vermeiden.
„Allerdings entwickeln bis zu 70 Prozent der Patienten Beschwerden des sogenannten Low Anterior Resection Syndrome (LARS). Dazu gehören unter anderem Schmerzen und Inkontinenz“, sagt Prof. Dr. Karolin Thiel, Chefärztin der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am St. Elisabethen-Klinikum. „Wir wollen wir diese Patienten systematisch begleiten und ihnen gezielt Hilfe anbieten.“
Ergebnisse werden wissenschaftlich ausgewertet
Die Oberschwabenklinik baut ein strukturiertes Nachsorgeprogramm auf, in dem Patienten gezielt auf LARS untersucht und bei Bedarf behandelt werden. Gleichzeitig werden die Ergebnisse im Rahmen einer Studie wissenschaftlich ausgewertet.
Die Stiftung Deborah Gröner hat den dafür notwendigen Ethikantrag finanziert und Mittel für weitere Kosten des Projekts bereitgestellt. Mit einer Spende beim Benefizkonzert können die Besucher die Arbeit der Stiftung und damit Projekte wie dieses unmittelbar unterstützen.
(Quelle: OSK Ravensburg)