Neue Kooperation gestartet Werkstatt in Kißlegg verpackt Bio-Gewürze

Werkstatt in Kißlegg verpackt Bio-Gewürze
Freuen sich über die gelungene Zusammenarbeit (von links): Jürgen Heinz (Sprungbrett-Werkstätten), Thomas Myhsok (ZfP Südwürttemberg), Boris Rafalski (SoulSpice), Julia Schade (SoulSpice) und Michael Bertsch (Sprungbrett-Werkstätten). (Bild: ZfP Südwürttemberg)
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Die Sprungbrett-Werkstatt in Kißlegg übernimmt die Abfüllung und den Versand von Bio-Gewürzen eines neuen Kooperationspartners. Das Projekt schafft zusätzliche Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit psychischer Erkrankung.

Bis zu 1.000 Gewürzgläser verlassen inzwischen täglich die Sprungbrett-Werkstatt in Kißlegg. Mit der Zusammenarbeit hat sich das Aufgabenspektrum der Einrichtung deutlich erweitert und bietet den Beschäftigten neue Möglichkeiten zur Teilhabe am Arbeitsleben.

Seit Jahresbeginn werden in der Werkstatt rund 150 Bio-Gewürze und Gewürzmischungen abgefüllt, verpackt, etikettiert, eingelagert und von Kißlegg aus an Kunden in Deutschland sowie ins europäische Ausland versendet. Kooperationspartner ist die Gewürzmanufaktur SoulSpice aus Bad Tölz.

Neue Aufgaben für die Beschäftigten

Die Sprungbrett-Werkstatt gehört zum Bereich Arbeit und Rehabilitation der Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) Ravensburg-Bodensee des Zentrums für Psychiatrie (ZfP) Südwürttemberg. Sie bietet Arbeitsplätze und Rehabilitationsmaßnahmen für Menschen mit einer seelischen Behinderung und unterstützt deren Teilhabe am Arbeitsleben.

„Ein Glücksfall für uns und nach kurzer Zeit eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Firma SoulSpice“, sagt Thomas Myhsok, stellvertretender Leiter des Bereichs Arbeit und Rehabilitation WfbM Ravensburg-Bodensee des ZfP Südwürttemberg.

Auch Werkstattleiter Michael Bertsch sieht Vorteile in der Kooperation: „Mit den neuen Aufgaben haben wir nun noch mehr Möglichkeiten, die Beschäftigten mit Unterstützungsbedarf gemäß unseres Auftrags zu fördern.“

Bis zu 1.000 Gläser pro Tag

Die Rohgewürze werden am Hauptstandort von SoulSpice verarbeitet und anschließend in größeren Gebinden nach Kißlegg geliefert. Dort übernehmen die Beschäftigten unter anderem das Abfüllen in verschiedene Verpackungsgrößen, die Etikettierung, die Lagerung und die Vorbereitung des Versands.

Nach Angaben der Werkstatt werden täglich bis zu 1.000 Gläser für den Versand vorbereitet. Dafür stehen unter anderem eine elektrische Etikettiermaschine und ein hygienischer Abfüllraum zur Verfügung.

„Wir bereiten uns schon auf das Weihnachtsgeschäft vor und brauchen dafür viel Lagerware“, sagt Bertsch. Die einzelnen Arbeitsschritte erforderten Konzentration, Fingerspitzengefühl und die Einhaltung hygienischer Vorgaben. „Damit sind wir nah dran an den Aufgaben des ersten Arbeitsmarktes.“

Je nach persönlichen Stärken übernehmen die Beschäftigten unterschiedliche Tätigkeiten. „Die Menschen können sich mit den Aufgaben rund um die Gewürze stark identifizieren und kommen begeistert zur Arbeit“, so Bertsch.

Zusammenarbeit entstand in Bad Tölz

Der Kontakt zwischen der Werkstatt und SoulSpice entstand im Rahmen eines Klausurtags des Bereichs Gemeindepsychiatrie in Bad Tölz. Das Unternehmen suchte aufgrund seines Wachstums einen langfristigen Kooperationspartner, während die Werkstatt nach neuen Arbeitsaufträgen Ausschau hielt.

Die bisherige Leuchten- und Lampenmontage wurde inzwischen vollständig durch die Gewürzverarbeitung ersetzt. Nach Angaben der Verantwortlichen verfügt die Werkstatt zudem über eine Bio-Zertifizierung für Verpackung, was im Umfeld von Werkstätten eher selten ist.

„Hier gibt es sehr gut geeignete Räumlichkeiten und ein tolles, eingespieltes Team mit hoher Qualifikation“, sagt SoulSpice-Geschäftsführer Boris Rafalski. Besonders beeindruckt hätten ihn die Arbeit mit den Klientinnen und Klienten, die Wertschätzung und die angenehme Arbeitsatmosphäre.

(Quelle: ZfP Südwürttemberg)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.