Nach Gemeinderatsbeschluss Skilift in Isny gerettet: Vertrag ist unterschrieben

Skilift in Isny gerettet: Vertrag ist unterschrieben
Bürgermeister Rainer Magenreuter (von links), FLI-Geschäftsführer Klaus Geißler-Hauber und Moderator Claus Fehr nach der Vertragsunterzeichnung an der Felderhalde. (Bild: Stadt Isny/Michael Panzram)
WOCHENBLATT
WOCHENBLATT

Nach dem knappen Gemeinderatsbeschluss ist die Übernahme des Skilifts an der Felderhalde in Isny besiegelt. Auch für die Käse-Alm gibt es gute Nachrichten.

Die Stadt Isny und die Familienlifte Isny GmbH haben den Vertrag für den dreijährigen Testbetrieb an der Felderhalde unterzeichnet. Bürgermeister Rainer Magenreuter und Geschäftsführer Klaus Geißler-Hauber besiegelten damit die Vereinbarung, die den Fortbestand des Skiliftbetriebs zunächst für drei Winter ermöglichen soll.

Bereits am 13. Oktober hatte das WOCHENBLATT über die knappe Entscheidung des Gemeinderats und die geplante Übernahme des Skilifts berichtet. Mit der Vertragsunterzeichnung ist nun der nächste entscheidende Schritt erfolgt.

Wie es zur Übernahme des Skilifts kam

Ausgangspunkt war die Ankündigung der Max Wild Arena im Frühjahr, den bisherigen Liftbetrieb abgeben zu wollen. Daraufhin begannen unter der Moderation von Claus Fehr intensive Gespräche über die Zukunft der Felderhalde.

Ein Kaufangebot für die Liftanlagen hatte die Stadt abgelehnt. Stattdessen einigten sich die Beteiligten auf ein Modell, bei dem die Stadt die für den Betrieb notwendigen Anlagen zunächst für drei Jahre mietet.

Die Entscheidung fiel dem Gemeinderat angesichts der angespannten finanziellen Situation und der wirtschaftlichen Risiken nicht leicht. Schließlich stimmte das Gremium in einer Sondersitzung mit knapper Mehrheit für den Testbetrieb.

Für den Erhalt der Felderhalde hatten sich zuvor zahlreiche Bürger eingesetzt. Unter anderem gab es eine Petition, eine Unterschriftenaktion von Anwohnern sowie die Initiative „Kids for Felderhalde“.

WSV Isny hilft beim Aufbau der Liftanlage

Nach der Vertragsunterzeichnung laufen nun die Vorbereitungen für die kommende Wintersaison an. Der Wintersportverein WSV Isny hat bereits seine Unterstützung zugesagt und wird am kommenden Wochenende Betriebsleiter Marc Rudhart beim Aufbau der Liftanlage helfen.

Rudhart ist mit der Felderhalde eng verbunden. Gemeinsam mit seinem Vater Hans hatte er den Liftbetrieb ursprünglich aufgebaut. Zudem betreibt er eine Schneesportschule.

Innerhalb der Stadtverwaltung übernimmt Pressereferent Michael Panzram die Projektkoordination.

Bürgermeister Rainer Magenreuter bedankt sich bei den Verantwortlichen der Familienlifte Isny GmbH für die Zusammenarbeit und setzt auch weiterhin auf Unterstützung aus der Bevölkerung.

Neben ehrenamtlichen Helfern werden insbesondere Spenden benötigt, um den Betrieb während der dreijährigen Testphase zu finanzieren.

Schönegger Käse-Alm öffnet am 16. Oktober wieder

Auch abseits der Skipiste gibt es Neuigkeiten: Die Schönegger Käse-Alm öffnet am Freitag, 16. Oktober, wieder ihre Türen. Ein neuer Pächter übernimmt den gastronomischen Betrieb.

Klaus Geißler-Hauber, Geschäftsführer der Familienlifte Isny GmbH, begrüßt die Einigung. Besonders wichtig sei, dass Kinder auch künftig die Möglichkeit haben, direkt vor ihrer Haustür im Schnee aktiv zu sein und das Skifahren zu erlernen.

Geißler-Hauber dankt neben Bürgermeister Magenreuter insbesondere Moderator Claus Fehr, der maßgeblich an der Lösungsfindung beteiligt gewesen sei. Auch Hannes Mechler und der WSV Isny hätten sich für den Erhalt des Wintersportangebots eingesetzt.

Beschneiung bleibt Teil des Skiliftbetriebs

Nach Einschätzung von Moderator Claus Fehr schafft die Vereinbarung eine Perspektive für den weiteren Betrieb des Skilifts einschließlich Beschneiung. Gleichzeitig ermögliche sie eine mögliche Ausweitung des Almbetriebs.

Die Verhandlungen seien intensiv, aber fair geführt worden. Das Ergebnis berücksichtige sowohl die Interessen der Stadt als auch die der Gesellschafter der Familienlifte Isny GmbH und der Anlieger.

Fehr verweist zudem auf den großen Rückhalt in der Bevölkerung. Nun komme es darauf an, dass die angekündigten Unterstützungsleistungen tatsächlich erbracht werden.

Ob sich das Modell langfristig bewährt, soll sich während der dreijährigen Testphase zeigen.

Spenden und ehrenamtliche Helfer gesucht

Damit der Skiliftbetrieb an der Felderhalde fortgeführt werden kann, ist die Stadt Isny auf finanzielle und ehrenamtliche Unterstützung angewiesen.

Spenden können auf folgendes Konto der Stadt Isny bei der Volksbank Allgäu-Oberschwaben überwiesen werden:

Empfänger: Stadt Isny IBAN: DE27650910400070848009 BIC: GENODES1LEU Verwendungszweck: Förderung des Sports an der Felderhalde

Wer sich ehrenamtlich engagieren möchte, kann sich per E-Mail an [email protected] wenden.

(Quelle: Stadt Isny)

ANZEIGE