Der Gemeinderat hat knapp für einen dreijährigen Testbetrieb des Skilifts an der Felderhalde gestimmt. Die Stadt Isny setzt dabei auf Spenden und ehrenamtliche Unterstützung.
Nach intensiven Verhandlungen steht der Liftbetrieb an der Felderhalde vor einer Fortsetzung unter städtischer Verantwortung. In einer Sondersitzung gab der Gemeinderat mit knapper Mehrheit grünes Licht für die Übernahme des Betriebs durch die Stadt Isny. Die Vereinbarung soll zunächst für eine dreijährige Testphase gelten.
Ausgangspunkt war die Mitteilung der Max Wild Arena im Frühjahr, den bisherigen Liftbetrieb abgeben zu wollen. Unter der Moderation von Claus Fehr fanden daraufhin Gespräche über die Zukunft der Felderhalde statt. Ein Kaufangebot für die Liftanlagen lehnte die Stadt ab. Stattdessen verständigten sich die Beteiligten auf einen dreijährigen Testbetrieb im Winter, bei dem die Stadt die für den Betrieb notwendigen Anlagen mietet.
Bürgermeister sieht schwierige Entscheidung
Bürgermeister Rainer Magenreuter hatte sich persönlich für den Erhalt des Skilifts eingesetzt. „Mir war sofort klar, dass wir alles versuchen müssen, den Liftbetrieb am Leben zu halten. Die Felderhalde ist ein fester Bestandteil der Identität von Isny.“
Wie groß das Interesse am Erhalt des Skilifts ist, zeigten nach seinen Worten unter anderem die Petition für die Felderhalde, eine Unterschriftenaktion von Anwohnern und die Initiative „Kids for Felderhalde“.
Angesichts der angespannten finanziellen Situation der Stadt und der wirtschaftlichen Risiken sei die Entscheidung dennoch schwierig gewesen.
Stadt Isny bittet um Spenden und Unterstützung
Damit der Liftbetrieb langfristig eine Perspektive erhält, ist die Stadt auf Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen. Neben ehrenamtlicher Mitarbeit spielen insbesondere finanzielle Beiträge eine wichtige Rolle.
„Wir brauchen die größtmögliche Unterstützung der Bevölkerung, vor allem in finanzieller Hinsicht. Große und kleine Spenden für den Skiliftbetrieb sind nicht nur herzlich willkommen, sie sind dringend notwendig“, betonte Magenreuter.
Spenden für den Liftbetrieb können auf folgendes Konto der Stadt Isny bei der Volksbank Allgäu-Oberschwaben überwiesen werden:
Spendenkonto Felderhalde
Empfänger: Stadt Isny IBAN: DE27650910400070848009 BIC: GENODES1LEU Verwendungszweck: Förderung des Sports an der Felderhalde
Wer sich ehrenamtlich engagieren möchte, kann sich per E-Mail an [email protected] wenden.
Betriebsleitung und Organisation stehen fest
Die Betriebsleitung übernimmt Marc Rudhart, der den Liftbetrieb ursprünglich gemeinsam mit seinem Vater Hans Rudhart aufgebaut hatte. Durch seine Schneesportschule ist er seit Langem mit der Felderhalde verbunden.
Im Rathaus wird Pressereferent Michael Panzram als Projektkoordinator tätig sein. Auch der Wintersportverein WSV Isny soll eine wichtige Rolle übernehmen. Bürgermeister Magenreuter hob insbesondere das Engagement der Vereinsmitglieder um Hannes Mechler hervor.
„Es braucht jede Menge Arbeitskraft. Da weiß ich zuvorderst den WSV Isny und seine fleißigen Mitglieder mit Hannes Mechler an der Spitze an unserer Seite. Das ist ein sehr gutes Gefühl“, erklärte Magenreuter.
Felderhalde soll winterlicher Treffpunkt bleiben
Mit dem geplanten Weiterbetrieb verbindet die Stadt auch das Ziel, die Felderhalde als Treffpunkt für Wintersportbegeisterte zu erhalten. Sobald es die winterlichen Bedingungen zulassen und die Piste bereit ist, sollen dort wieder Skifahren und Rodeln möglich sein.
„Der heilige Hausberg soll der große Treffpunkt im Winter für alle Isnyerinnen und Isnyer sein. Damit Skifahren dort noch lange eine Zukunft hat“, sagte Magenreuter.
Für die Zusammenarbeit bedankte sich der Bürgermeister bei den Verantwortlichen der Max Wild Arena. Besonderen Dank sprach er Claus Fehr aus, der die Verhandlungen als Moderator begleitet und nach Einschätzung des Bürgermeisters entscheidend vorangebracht hatte.
Nach dem Beschluss des Gemeinderats steht nun die Vertragsunterzeichnung zwischen der Stadt Isny und der Max Wild Arena über die dreijährige Testphase an. Sie soll zeitnah erfolgen.
(Quelle: Stadt Isny)