Verstärkter Raupenbefall Bad Waldsee bekämpft 120 Nester des Eichenprozessionsspinners

Bad Waldsee bekämpft 120 Nester des Eichenprozessionsspinners
An diesen Gespinsten des Eichenprozessionsspinners ist besondere Vorsicht geboten. Berührungen sollten unbedingt vermieden werden. (Bild: Stadt Bad Waldsee)
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Die Stadt Bad Waldsee reagiert auf einen ungewöhnlich starken Befall mit dem Eichenprozessionsspinner. Rund 120 Nester wurden bereits entdeckt und werden nach Priorität behandelt.

Vor rund zwei Wochen wurden die ersten Nester des Eichenprozessionsspinners entdeckt. Die betroffenen Bereiche wurden umgehend abgesperrt. Inzwischen hat die Stadt rund 120 Nester festgestellt und diese je nach Gefährdungslage in drei Kategorien eingeteilt.

Bereiche nach Gefährdung priorisiert

Die höchste Priorität hat Kategorie A. Dazu zählen Bereiche mit besonders hohem Publikumsverkehr wie Kindergärten, Schulen, Spielplätze, der Bereich beim Minigolfplatz sowie Grünanlagen in den Erholungsgebieten. Kategorie B umfasst umschlossene Anlagen wie den Baubetriebshof oder den Friedhof. Zur Kategorie C gehören einzelne, abseits stehende Bäume in Grünanlagen.

In den Bereichen der Kategorie A wurden inzwischen alle bekannten Nester mit einem speziellen Sprühkleber behandelt, der die gefährlichen Brennhaare bindet. Im Einsatz sind die Mitarbeiter der städtischen Abteilung Gärtnerei sowie ein Fachbetrieb für Schädlingsbekämpfung. Ziel ist es, bis Freitag, 26. Juni, alle bislang erfassten Nester an städtischen Bäumen behandelt zu haben. Eine vollständige Kontrolle aller Bäume kann jedoch nicht gewährleistet werden.

„Wir sind mit der kurzen Zeitspanne sehr zufrieden, in der wir eine Lösung für die außergewöhnlich starke Ausbreitung gefunden haben. Die betroffenen Bereiche wurden sofort abgesperrt, ein Monitoring eingerichtet und auf Grundlage der Erfahrungen aus den vergangenen Jahren eine gute Vorgehensweise entwickelt“, erklärt Armin Brutschin von der städtischen Abteilung Grünflächen.

Die Mitarbeiter der Stadt verfügen inzwischen über viel Erfahrung im Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner. Das Ausmaß des diesjährigen Befalls stellt jedoch eine besondere Herausforderung dar. Nach Einschätzung der Stadt ist die Zahl der Nester etwa zehnmal höher als in den Vorjahren.

Sprühkleber ersetzt Absaugen

Bislang wurden die einzelnen Nester abgesaugt. Angesichts der hohen Anzahl und der damit verbundenen Kosten musste jedoch eine neue Lösung gefunden werden. Die Behandlung mit einem speziellen Sprühkleber hat sich dabei als praktikable Alternative erwiesen.

Wer ein Nest des Eichenprozessionsspinners entdeckt, kann dies der Stadtverwaltung melden. Um den Befall an städtischen Bäumen kümmert sich die Stadt. Private Grundstückseigentümer werden bei Bedarf beraten.

Ansprechpartner ist Armin Brutschin von der Abteilung Grünflächen, Telefon 07524 94-4005, E-Mail: [email protected].

Vorsicht vor den Brennhaaren

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, dessen Raupen ab dem dritten Larvenstadium feine Brennhaare ausbilden. Diese enthalten ein Eiweißgift und können durch den Wind verbreitet werden. Ein Kontakt kann zu Hautreizungen, starkem Juckreiz, Rötungen, Augenreizungen sowie Husten und Atembeschwerden führen. Besonders empfindlich reagieren Kinder, ältere Menschen und Allergiker.

Die Raupen leben vor allem an Eichen und bilden auffällige Gespinste an Stämmen und stärkeren Ästen. Befallene Bereiche sollten gemieden und die Raupen oder ihre Nester keinesfalls berührt werden. Auch Hunde und andere Haustiere sollten ferngehalten werden.

Wer mit den Brennhaaren in Kontakt gekommen ist, sollte die Kleidung wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen. Anschließend empfiehlt es sich, zu duschen und die Haare gründlich auszuspülen. Bei stärkeren Beschwerden oder Atemnot sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Die Entfernung von Nestern sollte ausschließlich durch Fachfirmen erfolgen. Wer einen Befall feststellt, kann diesen der Stadtverwaltung melden. Um Nester an städtischen Bäumen kümmert sich die Stadt, Privatpersonen werden beraten.

(Quelle: Stadt Bad Waldsee)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.