Im Wohnpark St. Vinzenz startet ein neues Mobilitätsangebot für Senioren. Ehrenamtliche Fahrer unternehmen mit einer E-Rikscha regelmäßige Ausfahrten.
Eine neue E-Rikscha ist künftig unter dem Slogan „Aulendorfer Herzensfahrten“ unterwegs und erweitert das Mobilitätsangebot im Wohnpark St. Vinzenz. Auf Initiative der Solidarischen Gemeinde sind interessierte Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Gäste der Tagespflege ab sofort an drei Tagen pro Woche zu Ausfahrten mit dem Fahrrad-Taxi eingeladen.
Gelenkt wird das umweltfreundliche Elektrofahrrad von 13 ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern. Sie unternehmen gemeinsam mit ihren Fahrgästen Rundfahrten durch die Stadt und in die Umgebung.
Bereits bei der offiziellen Eröffnungsfahrt stieß das neue Angebot auf große Resonanz. Als Fahrer Peter Baldauf mit der E-Rikscha auf den Hof des Wohnparks rollte, wollten zwei Bewohnerinnen sofort eine erste Tour unternehmen. Dank einer absenkbaren Plattform konnten die Seniorinnen bequem einsteigen und ihre Sicherheitsgurte selbst anlegen.
„Man sitzt hier superbequem – und meine Handtasche kann ich unten verstauen, das ist prima“, freute sich Christl Küfner. Auch Hilde Bitterwolf zeigte sich erfreut über die Aussicht auf eine Rundfahrt unter dem schützenden Sonnendach.
„Das ist wirklich eine tolle Möglichkeit für unsere Bewohner und Gäste, wenn sie bei schönem Wetter unterwegs sein können – ob in den Schlosspark, zu einem kurzen Einkauf oder einfach ‘mal in die Stadt oder hinaus in die Natur“, sagte Wohnparkleiterin Monika Lehmann. Sie dankte der Solidarischen Gemeinde für das neue Angebot.
Drei Nachmittage pro Woche unterwegs
Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden der Solidarischen Gemeinde, Josef Bühler, finden die „Aulendorfer Herzensfahrten“ montags, mittwochs und freitags jeweils zwei Stunden lang am Nachmittag statt.
„Bürgerschaftliches Engagement und die Unterstützung durch mehrere Sponsoren ermöglichen es uns immer wieder, neue Angebote zu machen, die der Gesellschaft zugutekommen“, betonte Bühler bei der Eröffnungsfahrt. Gleichzeitig dankte er den Geldgebern, die das Projekt durch ihre Spenden ermöglicht haben.
Ehrenamtliche Fahrer schenken Zeit
Die Idee zum Kauf der 9.300 Euro teuren E-Rikscha aus dem Fahrradgeschäft „s’Fahrrädle“ in Birkenhard stammt von Markus Beutinger. Für ihn steht das Projekt beispielhaft für das Miteinander in der Stadt.
„Das ist heute ein besonderer Tag für Aulendorf, weil wir hier in der Stadt eine gute Gemeinschaft haben und für ein verantwortungsvolles Miteinander einstehen“, sagte Beutinger. Die 13 ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer stellten den Seniorinnen und Senioren von St. Vinzenz gerne einen Teil ihrer Freizeit zur Verfügung. „Dadurch bekommen sie ein gutes Stück Mobilität zurück!“
Schon bei einer Probefahrt mit einer 102-jährigen Bewohnerin habe sich gezeigt, wie gut das Angebot angenommen werde. „Wo wir auch vorbeifuhren, haben uns Passanten zugewinkt und weil die Senioren auf dieser Rikscha vorne sitzen und der Fahrer hinten, können sie den besten Ausblick genießen und werden im Stadtbild gut wahrgenommen“, berichtete Markus Beutinger.
„Auf diese Weise können die Bewohner und Gäste von St. Vinzenz wieder mehr am Stadtleben teilnehmen und es werden persönliche Begegnungen ermöglicht.“
(Quelle: St. Elisabeth-Stiftung)