Aulendorfer Grundschüler zu Besuch im Sozialladen

Schüler der Klasse 4d informieren sich im Sozialladen über Fairen Handel.
Schüler der Klasse 4d informieren sich im Sozialladen über Fairen Handel. (Bild: Grundschule Aulendorf)

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Nachdem es im Religionsunterricht der vierten Klassen um „Fairen Handel, Nachhaltigkeit und ein verantwortungsvolles Handeln“ ging, begaben sich die Kinder der Klasse 4d mit ihren Lehrerinnen Frau Schmelcher und Frau Manz auf Spurensuche, wo in Aulendorf dies in besonderer Weise umgesetzt wird.

So wurden die Kinder am Mittwoch, den 15. November von Frau Schittenhelm-Gauß im Sozialladen empfangen. Während einzelne Kinder den Laden bereits vom Einkauf mit ihren Eltern kannten, war den meisten Schüleren der Laden noch nicht bekannt, sodass sie umso gespannter waren, was sie erwartete.

„Was ist das Besondere an diesem Laden?“, „warum arbeiten die Mitarbeiter hier ehrenamtlich?“, „wie viele Kunden kommen täglich?“, „was sind die meistverkauften Produkte?“, „warum ist Kleidung hier so günstig und Kaffee so teuer?“ All das interessierte die Grundschüler brennend.

Da Frau Schittenhelm-Gauß selbst Lehrerin im Ruhestand ist, erklärte sie den Kindern die Hintergründe dieses in Aulendorf so besonderen Ladens nicht nur mit viel Sachkompetenz, sondern v.a. so kindgerecht, dass die Schüler die 45 Minuten sehr aufmerksam zuhörten und am liebsten noch viel länger geblieben wären.

Als sich die Kinder am Ende noch umschauen und auch eine Kleinigkeit kaufen durften, war klar: Der Sozialladen ist ein wunderbares Lädchen für alle Generationen. Während sich die Lehrerinnen von der Second-Hand-Kleidung, dem Schmuck und den Lebensmitteln besonders angesprochen fühlten, entdeckten die Viertklässler handgefertigte Spielsachen, kleine Dekoelemente und natürlich jede Menge Fairtrade-zertifizierte Süßigkeiten.

Beim Anblick des Schokonikolaus, den es im Sozialladen nicht mit einer Zipfelmütze zu erwerben gibt, sondern wie es sich für einen richtigen Bischof gehört, mit Mitra und Bischofstab, lief den Kindern schon beinahe das Wasser im Mund zusammen, weshalb sie sich vornahmen, hier auf alle Fälle nochmals mit ihren Eltern herzukommen. Damit auch Kinder, die nichts kauften, nicht leer ausgingen, gab Frau Schittenhelm-Gauß zum Abschluss jedem Kind einen leckeren „Mango-Engel“ mit auf den Weg.

Voller Wertschätzung trugen die Grundschüler ihre besonderen Produkte ins Klassenzimmer zurück. Diese kauften die meisten Kinder gar nicht für sich, sondern wollten diese ganz besonderen Familienmitgliedern schenken. Wie wertvoll dieser Lerngang für die Kinder war, ließ ein Satz erkennen, den ein Junge auf dem Rückweg zu seinem Freund sagte: „Ich habe mich heute richtig gut gefühlt als ich von meinem Taschengeld etwas Teureres dort gekauft habe. Damit habe ich einem anderen Menschen auf der Welt geholfen. Dieser bekommt nun genug Geld und kann seine Kinder in die Schule schicken. Das freut mich!“

Was für eine Hoffnung machende Aussage eines jungen Menschen, welcher ein Erwachsener von morgen sein wird.  

(Quelle: Grundschule Aulendorf)