6. Gesundheitsforum Gesundheitsregionplus tagt in Lindau unter dem Motto „Gemeinsam stark für den Landkreis“

Gesundheitsregionplus tagt in Lindau unter dem Motto „Gemeinsam stark für den Landkreis“
Unter dem Motto „Gemeinsam stark für den Landkreis“ trafen sich vergangene Woche 33 Expertinnen und Experten zur sechsten Sitzung des Gesundheitsforums im Lindauer Sparkassensaal. (Bild: Landkreis Lindau/Nadja Krassik)

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Die Herausforderungen im Gesundheitswesen nehmen weiter zu, auch im Landkreis Lindau stehen nachhaltige Veränderungen an. Um die bestmögliche Gesundheitsversorgung, Gesundheitsvorsorge, Prävention und Pflege sicherzustellen, vernetzen sich wichtige Akteure aus dem Gesundheitsbereich zweimal jährlich unter dem Dach der Gesundheitsregionplus im Gesundheitsforum.

Unter dem Motto „Gemeinsam stark für den Landkreis“ trafen sich vergangene Woche 33 Expertinnen und Experten zur sechsten Sitzung des Gesundheitsforums im Lindauer Sparkassensaal. „Die hohe Teilnehmerzahl zeigt das große Interesse an enger Vernetzung und einem konstruktiven Austausch“, betonte der Vorsitzende des Gesundheitsforums, Landrat Elmar Stegmann. Neben der Rotkreuzklinik standen unter anderem auch die „Gesundheitswoche vom Allgäu bis zum Bodensee“ und die pflegerische Versorgung im Landkreis im Mittelpunkt der Diskussion.

Eine enge Vernetzung ist gerade im Hinblick auf die Lindenberger Rotkreuzklinik von großer Bedeutung. Daher informierte Landrat Stegmann die Mitglieder des Gesundheitsforums über die aktuellen Ereignisse rund um die Lindenberg Klinik.

„Auch die Bürger im Landkreis müssen über die Entwicklungen zur gesundheitlichen Versorgung in Lindenberg aktuell und zuverlässig informiert werden. Aus diesem Grund stellen wir die Informationen zur Notfall- und Krankenhausversorgung in einer Übersicht zusammengefasst auf unserer Landkreis-Webseite für alle zur Verfügung“, erklärte Landrat Stegmann und weiter, „dieses Thema ist mir eine Herzensangelegenheit und hat für mich höchste Priorität.“

Der Geschäftsstellenleiter der Gesundheitsregionplus, Thomas Kaleja, präsentierte den aktuellen Stand und die zukünftigen Ziele der aktiven Arbeitsgruppen.

Als besondere Highlights nannte Kaleja die fast fertige Pflegekampagne des Landkreises Lindau sowie ein Theaterprojekt zur Pflege an der Lindenberger Realschule. „Der Pflegeberuf ist einer der schönsten und vielseitigsten Berufe, die ein junger Mensch ergreifen kann“, so Kaleja, der selbst gelernter Krankenpfleger ist.

Weiter rief der Geschäftsstellenleiter dazu auf, dass sich Organisationen im Landkreis an der „Gesundheitswoche vom Allgäu bis zum Bodensee“ beteiligen sollen. Veranstaltungen für die Gesundheitswoche können unter der Webseite gemeldet werden. Die Gesundheitswoche ist ein Gemeinschaftsprojekt der angrenzenden Gesundheitsregionen sowie der kreisfreien Stadt Kaufbeuren und dem Landkreis Ostallgäu. Das Jahresthema 2024, „Frauengesundheit“, des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention wird ein Teil der Aktionswoche sein.

„Um ein möglichst breites Angebot zur Gesundheitsvorsorge und Prävention für die Bürgerinnen und Bürger bereitzustellen, sind uns alle Gesundheitsangebote herzlich willkommen“, betonte der Geschäftsstellenleiter.

Aus aktuellem Anlass wurde die Tagesordnung um einen Punkt ergänzt. Der Kinderarzt Dr. Harald Tegtmeier-Metzdorf informierte das Gremium über die aktuelle Situation des Zentrums für interdisziplinäre Neuropädiatrie in Kempten (ZiNK). Im ZiNK werden etwa 350 Kinder mit Mehrfachbehinderungen je Quartal behandelt. Diese kommen auch aus dem Landkreis Lindau. Der Weiterbetrieb des Zentrums ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch ungewiss. Der Kinderarzt nutzte das Forum, um Unterstützung bei möglichen Lösungsansätzen zu bitten.

Im Anschluss an diesen Vortrag hatten die Akteure Zeit sich mit den Arbeitsgruppen auszutauschen. „Nur durch gemeinsames Bündeln von Ressourcen können im Landkreis gute Ergebnisse für die Gesundheitsversorgung erzielt werden“, ist sich der Geschäftsstellenleiter sicher.

(Pressemitteilung: Landkreis Lindau)