Drei Kliniken und ein gemeinsamer Weg zur optimierten Gesundheitsversorgung im Landkreis Lindau

Drei Kliniken und ein gemeinsamer Weg zur optimierten Gesundheitsversorgung im Landkreis Lindau
Die Kommunikation zwischen den Krankenhäusern wird zunehmend intensiver und hat nun unter der Moderation von Landrat Elmar Stegmann Fahrt aufgenommen. (Bild: Landratsamt Lindau/ Nadja Krassik)

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Bereits zum zweiten Mal trafen sich die Geschäftsführer und die leitenden Ärzte der Asklepios Klinik, der Rotkreuzklinik Lindenberg und der Oberschwaben Klinik mit dem Ziel, die Gesundheitsversorgung im Landkreis zu verbessern. Auf Initiative und unter Moderation von Landrat Elmar Stegmann tauschten sie sich über verschiedene Kooperationsmöglichkeiten aus.

Während die Geschäftsführer darauf achten, dass die Versorgung der Zukunft auch wirtschaftlich für die Region und die Träger der Einrichtungen darstellbar ist, unterstützen die Ärzte mit ihrer medizinischen Fachexpertise dabei, die bestmögliche Behandlung ihrer Patienten sicherzustellen. „Die Kooperationsgespräche zeigen sowohl auf ärztlicher als auch auf strategischer Ebene einen Mehrwert für den Landkreis und seine Bewohner“, so Landrat Elmar Stegmann, der sich gleich zu Beginn der Sitzung nach den aktuellen Patientenzahlen in den Notaufnahmen erkundigte.

Diese haben sich laut Angaben der Rotkreuzklinik Lindenberg und der Asklepios Klinik Lindau nach einem Anstieg zu Jahresbeginn wieder normalisiert. Die Oberschwabenklinik berichtet hingegen, dass die Notaufnahme der Oberschwabenklinik in Wangen weiter verstärkt von Patienten aus dem Landkreis Lindau aufgesucht wird. Es wurde jedoch bestätigt, dass die personellen Kapazitäten immer situationsgerecht angepasst wurden, um die Versorgung der Hilfesuchenden jederzeit sicherzustellen.

Eine große Herausforderung in der aktuellen Diskussion besteht weiterhin darin, dass Ängste bei der Bevölkerung bestehen. Um die Menschen sach- und fachgerecht zu informieren, hat der Landkreis Lindau die Rubrik „Notfall- und Krankenhausversorgung“ auf seiner Homepage eingerichtet. Die Sicherstellung der Notfallversorgung bleibt oberste Priorität. Alle drei Klinikstandorte machen sich dafür stark und stehen gemeinsam dafür ein, die Strukturen der medizinischen Versorgung im Landkreis Lindau zu stabilisieren.

Die Kommunikation zwischen den Krankenhäusern wird zunehmend intensiver und hat nun unter der Moderation von Landrat Elmar Stegmann Fahrt aufgenommen. Es wurden bereits positive Ansätze für eine bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung im Landkreis Lindau diskutiert und umgesetzt. Neben den mittelfristigen Zielen wurden nun auch die Fördergelder für ein Gutachten vom Freistaat Bayern bewilligt, wie eine langfristige Lösung in der regionalen Kliniklandschaft aussehen kann.

Die Zusammenarbeit zwischen den Kliniken wird unter den Teilnehmenden äußerst positiv gesehen und soll weiter ausgebaut werden. Ein nächstes Treffen ist bereits Anfang Juni geplant. Landrat Stegmann betonte: „Die bisherigen Gespräche waren von einer vertrauensvollen, sachlichen und offenen Kommunikation geprägt. Ich sehe weiter optimistisch in die Zukunft. Eine gute und bedarfsgerechte medizinische Versorgung im Landkreis Lindau ist mir eine persönliche Herzensangelegenheit.“

(Pressemitteilung: Landratsamt Lindau)