Integration stärken Der Landkreis Lindau setzt auf Bildung, Begegnung und Zusammenarbeit

Der Landkreis Lindau setzt auf Bildung, Begegnung und Zusammenarbeit
V.l.n.r., hinten im Bild: Christa Kottmayr, Halyna Yanyshivska, Seval Yürük, Simon Keil, Dr. Jörg Spennemann, Veronika Pfanner, Beata Lovnicki, Hasan Maleky, Khalid Ehsan. V.l.n.r., vorne im Bild: Gabriele Brensing, Oana Spekl, Vasiliki Antoniadou, Dr. Silke Gärtner, Rose Eitel-Schmid, Jürgen Dangl, Joseph Bastin. (Bild: Geschäftsführer der Volkshochschule (vhs) Lindau/Mario Frick)
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In seiner jüngsten Sitzung stellte der Integrationsbeirat des Landkreises Lindau neue Maßnahmen zur besseren Teilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte vor. Im Mittelpunkt standen der Ausbau von Bildungsangeboten, die Förderung interkultureller Begegnungen sowie Initiativen gegen Diskriminierung und Rassismus.

Bildungsangebote als Schlüssel zur Integration

Ein zentraler Partner in der Integrationsarbeit ist die Volkshochschule (vhs) Lindau. Geschäftsführer und pädagogischer Leiter Mario Frick präsentierte im Gremium das vielfältige Bildungsprogramm der vhs, das speziell auf die Bedürfnisse von Zugewanderten zugeschnitten ist. Neben klassischen Integrationskursen, Einbürgerungstests und Sprachprüfungen werden auch niederschwellige Angebote wie Alphabetisierungskurse und das beliebte Sprachcafé angeboten. Diese Formate ermöglichen nicht nur den Spracherwerb, sondern fördern auch soziale Begegnung und Teilhabe.

„Das Sprachcafé wäre ohne die enge Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Partnern nicht so erfolgreich gewesen“, betonte Frick. Ziel sei es, solche Angebote weiter auszubauen – auch in anderen Stadtteilen und Gemeinden. Der Integrationsbeirat prüft derzeit, wie er die Umsetzung vor Ort unterstützen kann.

Neue Begegnungsformate für Familien

Ein weiteres Projekt, das vom Beirat unterstützt wird, ist das Vorhaben „Spiel, Spaß, Sprache“, das nach den Osterferien an der Grundschule Lindau-Aeschach startet. Initiiert wurde es von der Schule, dem Helferkreis Offene Türen sowie dem Servicepunkt Ehrenamt. „Wir möchten Eltern und Kinder gemeinsam einladen, Hausaufgaben zu machen, Deutsch zu üben und gleichzeitig einen Raum für Begegnung zu schaffen“, erklärt Gisela Jobst vom Helferkreis Offene Türen.

Politische Bildung und Engagement gegen Diskriminierung

Der Einsatz gegen Rassismus bleibt ein zentrales Anliegen des Integrationsbeirats. In diesem Jahr beteiligt sich das Gremium an mehreren Aktionen rund um den Internationalen Tag gegen Rassismus.

So unterstützte der Beirat die Ausstellung „WAS IHR NICHT SEHT“, die bis zum 28. März 2025 am Bodensee-Gymnasium zu sehen war und Alltagsrassismus thematisiert. Zudem werden in Zusammenarbeit mit dem Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. spezielle Argumentations- und Handlungstrainings für Schülerinnen und Schüler gefördert. Diese sollen Jugendliche stärken, diskriminierende Aussagen im Alltag zu erkennen und ihnen selbstbewusst zu begegnen.
„Junge Menschen frühzeitig zu sensibilisieren ist essenziell“, sagt Gabriele Brensing vom Integrationsbeirat.

Kunst, Kultur und kritische Auseinandersetzung

Auch kulturelle Formate tragen zur interkulturellen Verständigung bei. Vom 19. Juni bis 5. Juli 2025 wird die Wanderausstellung „Ein Ort irgendwo“ in der Stadtbücherei Lindau gezeigt. Die Ausstellung beleuchtet anhand von Karikaturen aktuelle gesellschaftliche Debatten rund um Flucht und Migration.
Mitglieder des Integrationsbeirats bieten begleitende Führungen an, um den Dialog mit den Besucherinnen und Besuchern zu fördern.

Nächste Sitzung im Mai

Mit diesen vielfältigen Projekten und Kooperationen setzt der Integrationsbeirat ein klares Zeichen für Offenheit, Teilhabe und Vielfalt im Landkreis Lindau. Die nächste Sitzung des Gremiums findet am 13. Mai 2025 statt.

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.
(Quelle: Landratsamt Lindau (Bodensee))