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Historisches Gebäude erworben Stadt Singen kauft Schloss für rund 1,8 Millionen Euro

Die Stadt Singen hat das historische Schloss samt Schlosspark gekauft. Dank der Städtebauförderung muss sie dafür noch rund 1,8 Millionen Euro selbst aufbringen.

Lesezeit 2 Minuten
Fünf Männer stehen vor dem Eingang eines gelben historischen Gebäudes mit grünen Fensterläden und einer Holztür.
Nach dem Kauf des Singener Schlosses (von links): Bernhard Ölz (Vorstandsvorsitzender der PRISMA Unternehmensgruppe), Oberbürgermeister Bernd Häusler, Georg Graf Vetter von der Lilie, Stefan Nachbaur (Geschäftsführer PRISMA Deutschland) und Raimund Klausner (Finanzvorstand der PRISMA Unternehmensgruppe). (Bild: PRISMA)

Mit der Unterzeichnung des Kaufvertrags am 15. Oktober 2026 hat die Stadt Singen das historische Singener Schloss samt Schlosspark offiziell erworben. Möglich wurde der Ankauf durch Fördermittel des Landes Baden-Württemberg. Die Stadt muss nach Abzug der Förderung noch rund 1,8 Millionen Euro aufbringen.

Den Kaufvertrag unterzeichneten Georg Graf Vetter von der Lilie, Raimund Klausner, Finanzvorstand der PRISMA Unternehmensgruppe, und Singens Oberbürgermeister Bernd Häusler. Der Gemeinderat hatte den Erwerb zuvor beschlossen.

Landesförderung ermöglicht den Schlosskauf

Im Frühjahr hatte Regierungspräsident Carsten Gabbert der Stadt persönlich einen Aufstockungsbescheid über 1,3 Millionen Euro übergeben. Die Mittel sind für die Erweiterung der städtebaulichen Erneuerungsmaßnahme „Scheffelareal“ vorgesehen.

Oberbürgermeister Bernd Häusler betonte, dass der Erwerb des historischen Gebäudes und des gesamten Schlossparks ohne die Städtebauförderung des Landes Baden-Württemberg nicht möglich gewesen wäre.

Auch für künftige Investitionen in das Singener Schloss sollen Fördermittel eingesetzt werden. Als Beispiel nannte Häusler den Einbau einer neuen Heizung. Entsprechende städtische Finanzmittel seien bereits für den Haushalt 2027 eingeplant.

Hegau-Museum bleibt wichtiger Bestandteil des Schlosses

Das Singener Schloss wurde zwischen 1809 und 1810 von Graf Enzenberg errichtet. Heute beherbergt das historische Gebäude das archäologische Hegau-Museum der Stadt Singen. Dessen Sammlung reicht bis in die Steinzeit zurück.

Im zweiten Obergeschoss befindet sich zudem die Kreisarchäologie. Überlegungen zur weiteren Nutzung des Schlosses sollen nach dem Ankauf konkretisiert werden.

Weitere Entwicklung des Schlossquartiers geplant

Bislang gehörten das Schloss und der Schlosspark der Schlossquartier Singen GmbH & Co. KG. An der Gesellschaft sind die gräfliche Familie Vetter von der Lilie und die PRISMA Unternehmensgruppe jeweils zur Hälfte beteiligt.

Die Unternehmensgruppe mit Sitz in Dornbirn ist nach eigenen Angaben an mehr als 40 Standorten mit über 100 Gebäuden tätig und beschäftigt sich mit der Entwicklung von Stadtquartieren.

Nach dem Verkauf von Schloss und Schlosspark konzentriert sich die Gesellschaft auf die weitere Entwicklung der bislang unbebauten Grundstücke des Schlossquartiers an der Schaffhauser Straße.

Dort soll ein Quartier mit unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten entstehen. Das Konzept orientiert sich an der Idee der sogenannten 15-Minuten-Stadt, bei der wichtige Einrichtungen und Angebote auf kurzen Wegen erreichbar sein sollen. Rathaus, Stadthalle, Stadtpark und Aachbad befinden sich nur wenige Gehminuten vom geplanten Quartier entfernt. Auch die Nähe zur Natur wird bei der Entwicklung hervorgehoben.

(Quelle: Stadt Singen)

Schlagwörter

Transparenz

Erstmals veröffentlicht
29.10.2026, 10:49 Uhr

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