Pläne für das Fahrradparkhaus am Konstanzer Bahnhof vor nächster Hürde

Pläne für das Fahrradparkhaus am Konstanzer Bahnhof vor nächster Hürde
Ein Schild mit dem blau-weißen Logo für „Fahrrad-Parkplatz“ ist in dem Parkhaus am Hauptbahnhof angebracht // Symbolbild. (Bild: picture alliance/dpa | Soeren Stache)

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Gemeinsam mit der DB Station&Service AG plant das Amt für Stadtplanung und Umwelt am Konstanzer Bahnhof den Bau eines neuen Fahrradparkhauses mit über 750 Fahrradstellplätzen und ergänzenden gastronomischen und touristischen Services.

Das Gebäude ist als Ersatz für die heutige Ladenzeile gegenüber dem Sparkassen-Gebäude geplant und ein weiterer wichtiger Baustein für die Neuordnung des Verkehrs in der Konstanzer Altstadt. Diese Neuausrichtung wird aktuell bereits mit mehreren Großprojekten Schritt für Schritt umgesetzt: etwa mit der Sanierung des Bahnhofplatzes, der Verlagerung des Fernbusbahnhofs vom Döbele zur nördlichen Abfahrt der Europabrücke sowie dem Bau des Stadtwerke-Parkhauses in unmittelbarer Nachbarschaft des Fernbusbahnhofs.

Das Fahrradparkhaus ordnet zum einen das Fahrradparken am Bahnhof und in dessen Umfeld, zum anderen verbessert es die Optionen für die Reisenden, ihre Mobilität mit den Angeboten des Öffentlichen Personennahverkehrs zu verknüpfen – jenseits des motorisierten Individualverkehrs. Im Rahmen der bisherigen Kooperation haben die Stadt und die Deutsche Bahn wesentliche Schritte gemeinschaftlich abgeschlossen.

So gibt es eine Vorentwurfsplanung, in der beispielsweise – positiv begleitet vom städtischen Gestaltungsbeirat – die Architektur und die städtebauliche Integration festgelegt sind. Demnach sind neben den im ersten Obergeschoss vorgesehenen Abstellflächen ebenerdig Nutzungsangebote für Gastronomie und die Versorgung der Reisenden geplant, ebenso eine Fahrradwerkstatt und ein Fahrradverleih.

Das Dach soll begrünt und mit einer großflächigen Photovoltaikanlage ausgestattet werden. Dem Anspruch der Stadt Konstanz, nachhaltig und klimaneutral zu bauen, trägt auch die in Holzbauweise geplante Konstruktion Rechnung – wichtig für das Aushängeschild für klimafreundliche Mobilität an prominenter Stelle in der Konstanzer Altstadt.

Gibt der Gemeinderat am 16. Mai grünes Licht, wird die Planung im nächsten Schritt vertieft fortgesetzt. Dazu zählt die Beauftragung der Bahn, auf deren Grundstück das Fahrradparkhaus errichtet wird, eine Finanzierung für die Entwurfs- und Genehmigungsplanung zu erstellen. Parallel werden Fördermittel von Bund und Land sowie aus dem Agglomerationsprogramm Kreuzlingen-Konstanz akquiriert. Vereinbart ist die Einbindung der Stadtwerke-Tochter Konstanz Mobil GmbH (KMG) als künftiger Parkhaus- Betreiberin. Details werden in den kommenden Monaten zwischen der KMG und der Bahn ausgehandelt. Eine zeitliche Prognose für Baubeginn und Fertigstellung lässt sich aufgrund der vielfältigen anstehenden Aufgaben noch nicht seriös stellen.

Ausgehend von der weiteren Planung zählen hierzu unter anderem die vertragliche Abwicklung bisheriger Nutzungen, der Abriss der Bestandsgebäude bis hin zum Neubau inklusive der Vermietung für die einzelnen Gebäudeeinheiten.

(Pressemitteilung: Stadt Konstanz)