Konstanz: Brand in Flüchtlingsunterkunft

Acht Bewohner wurden mit einem Verdacht auf Rauchgasintox an den Rettungsdienst übergeben.
Acht Bewohner wurden mit einem Verdacht auf Rauchgasintox an den Rettungsdienst übergeben. (Bild: Feuerwehr Konstanz)

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Am späten Donnerstagabend (30. November) löste die Brandmeldeanlage einer Flüchtlingsunterkunft in der Steinstraße aus. Unverzüglich rückten die Hauptamtliche Wache und die Abteilung Petershausen aus.

Auf der Anfahrt meldete die Leitstelle einen bestätigten Brand im 2. Obergeschoss, woraufhin seitens des Rettungsdienstes und der Feuerwehr die Einsatzkräfte nochmals verstärkt wurden. Es wurde neben der Abteilung Altstadt mit der zweiten Drehleiter auch die Führungsuntersützungseinheit nachalarmiert.

Vor Ort gestaltete sich aufgrund der Sprachbarrieren die Evakuierung des Gebäudes schwierig. Ein Trupp ging unter Atemschutz in den zweiten Stock vor, welcher bereits stark verraucht war. Der Trupp löschte mit einer C-Leitung das brennende Zimmer ab.

Parallel wurde die Drehleiter in Stellung gebracht und von außen die angrenzenden Zimmer kontrolliert. Zeitgleich kontrollierten weitere Trupps das betroffene und die darüberliegenden Stockwerke auf Personen.

Acht Bewohner wurden mit einem Verdacht auf Rauchgasintox an den Rettungsdienst übergeben. Für die restlichen knapp 60 Bewohner wurden zwei Busse der Stadtwerke zum Aufenthalt während der Einsatzmaßnahmen nachgefordert.

Die betroffenen Bewohner der zweiten Etage konnten aufgrund der Brandschäden nicht in ihre Zimmer zurückkehren. Die restlichen Bewohner konnten nachdem das Gebäude maschinell belüftet und auf Brandgase freigemessen war, wieder in ihre Zimmer zurückkehren. Insgesamt 18 Personen, darunter auch mehrere Kinder, wurden in andere Unterkünfte in der Stadt untergebracht.

Die Einsatzstelle wurde zur weiteren Ermittlung an die Polizei übergeben.

Gegen 03:30 Uhr konnten die letzten Einsatzkräfte den Einsatz beenden und ebenfalls wieder an ihre Standorte zurückkehren.

(Pressemitteilung: Feuerwehr Konstanz)